Es ist lange her, seit im Schutzgebiet Tüfi das letzte Mal grosse Maschinen am Werk waren. Einst wurde auf dem Gebiet zwischen Kempten und Auslikon Landwirtschaft betrieben. Vor 20 Jahren hat Pro Natura Zürich die rund 37’000 Quadratmeter grosse Fläche jedoch gekauft und seither laufend verschiedene kleinere Lebensraumaufwertungen umgesetzt. Damit soll die bestehende Schmetterlingspopulation gesichert und gestärkt werden.
Seit Montag sind die Baumaschinen zurück. «Die Bagger tragen die obersten 20 bis 30 Zentimeter des nährstoffreichen Bodens ab», sagt Projektleiterin Larissa van Buol. «Dafür werden zum einen vielfältige, magere Trockenwiesen mit einem hohen Blütenangebot geschaffen, zum anderen werden die bestehenden feuchten Standorte vergrössert.»
Starke Population als Ziel
Ein ähnliches Projekt habe man bereits vor einigen Jahren auf einem kleinen Teil der Parzelle durchgeführt. «Bei der Erfolgskontrolle konnten zwar noch nicht merklich mehr Schmetterlingsarten festgestellt werden», sagt von Buol. «Doch die Pflanzenvielfalt auf der bearbeiteten Fläche ist merklich gestiegen, weshalb auch die Anzahl der Schmetterlinge zunahm.»

