Seit er 14 Jahre alt ist, schmiedet Tibor von Meiss. Seine erste Esse hat er sich in der Garage seiner Eltern selber zusammengebaut. Aus Holzkohle und mit Steinen rundherum. Die Glut hat er mit Hilfe des Föhns seiner Mutter erzeugt. An sein erstes Werk erinnert er sich noch genau: Auf einem kleinen Amboss seines Grossvaters hat er einen Nagel zu einem kleinen Messer geformt. Noch heute besitzt er dieses. Die Eltern wussten von der ganzen Aktion in ihrer Garage nichts.
Mittlerweile hat von Meiss eine ganze Reihe von mittelalterlichen Feuerzeugen, Äxten und Schwertern hergestellt. «Schmieden ist reine Übungssache», erklärt er gegenüber zueriost.
Am Anfang habe er es oftmals «versaut». Nach und nach hatte er den Dreh aber raus. Seither geht es fast wie «Butter». Für eine schöne Form sei die Kraft entscheidend. Und eine regelmässige Drehung.
«Früher gab es in jedem Dorf eine Schmiede. Sie gehörte zum Alltag der Leute.»
Tibor von Meiss
Von Meiss veranstaltet am Samstag in der Kulturschmitte in Zell erstmals ein Schauschmieden. Vor gut vier Jahren hat er der alten Schmiede wieder Leben eingehaucht. Seither fanden dort diverse Kunstausstellungen statt.

