Rüti soll knapp im Plus landen
Der Gemeinderat Rüti verkündet zum Herbstbeginn frohe Nachrichten aus dem Finanzhaushalt. Das Budget 2020 ist da und es rechnet mit einem kleinen Plus bei gleich bleibendem Steuerfuss – er liegt für die politische Gemeinde bei 55 Prozent. Dazu kommen derzeit 66 Prozent für die Schulgemeinde.
Das Mini-Plus von 100‘000 Franken ist insofern erfreulich, als dass der Gemeinderat im laufenden Jahr noch ein Minus von gut 300‘000 Franken einkalkuliert hatte. Also eine Verbesserung des Jahresergebnisses um 400‘000 Franken.
Drei spürbare Verbesserungen
Als Gründe dahinter nennt der Gemeinderat drei wesentliche Faktoren. Erstens: Die geplante Abgabe des Grundstückes Bandwies im Baurecht. Die Neubewertung des Grundstückes hat einen einmaligen Gewinn von 1,2 Millionen Franken zur Folge. Zweitens: Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre rechnet der Gemeinderat mit rund 0,6 Millionen Franken mehr Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern. Und Drittens: Die ZKB habe der Gemeinde eine um 0,4 Millionen Franken bessere Jubiläumsdividende in Aussicht gestellt.
Die Summe dieser Faktoren müsste eigentlich eine deutlich stärkere Verbesserung des Budgets zur Folge haben. Doch es gibt auch einige Negativfaktoren. So geht die Exekutive von gut 300‘000 Franken weniger Einnahmen aus den Gemeindesteuern aus. Die Pflegefinanzierung dürfte um denselben Betrag zunehmen, selbiges gilt für die Zusatzleistungen zur AHV/IV. Schliesslich rechnet der Gemeinderat mit höheren Personalkosten um 400‘000 Franken.
Einige Hochbauprojekte
Was die Investitionen anbelangt, so soll Rüti kommendes Jahr etwa 1,3 Millionen Franken mehr ausgeben als im laufenden Jahr. Insgesamt sind das 13,6 Millionen Franken. Der Gemeinderat führt als Grund für die hohe Zahl die markanten Ausgaben im Strassenwesen auf, aber auch diverse Hochbauten.
So etwa die Flachdachsanierung des Gemeindehauses (1,2 Milloinen Franken), die Fertigstellung des WohnWerkes (1 Million Franken). Und im Gebührenbereich der Neubau des Reservoirs Laufenbach (1,7 Millionen Franken).
Die Gemeindeversammlung wird am 9. Dezember über das Budget befinden. Das Budget der Schulgemeinde ist noch nicht bekannt – und damit auch die beantragte Höhe des Gesamtsteuerfusses.

