Gerade bin ich von einer spannenden Reise zurückgekommen. Gemäss Programm sollte unser Weg von Locarno auf Wasserwegen nach Venedig führen. 670 Kilometer trennen das Tessin von der Lagunenstadt. Vom Lago Maggiore ging es auf dem im 2015 renovierten Kanal Naviglio Grande nach Mailand und dann auf den Flüssen Ticino und Po bis zum Meer.
Die langsame Fahrt auf dem Wasser wurde mit Landgängen in den Naturparks und Besichtigungen der Städte Pavia, Cremona, Ferrara, Chioggia und Venedig ergänzt. Wer schaut immer wieder gerne einen Film von Don Camillo und Pepone? In Brescello wurden die 6 Filme gedreht und wir durften die wichtigsten Orte wie die Kirche mit dem sprechenden Jesus, das Wohnhaus von Peppone oder das Rathaus besichtigen.
Auf dieser Reise ist mir einiges aufgefallen. So durfte uns das Schweizer Boot nicht bis zum Ende des Lago Maggiore bringen. Vielmehr mussten wir vorher das Schiff wechseln. Unsinnige Regulierungen oder einfach Unvermögen der Verantwortlichen, die ganze Region als Tourismusziel zu vermarkten?
Die erwähnten Städte waren sauber: Kein Unrat lag auf den Plätzen und die Trottoirs waren nicht mit «Tretminen» von Hunden verziert. Nicht, dass wir in Turbenthal damit ein grösseres Problem hätten. Aber denken Sie nur an französische Städte und ich sehe Sie schon elegant den Überbleibseln der Hunde ausweichen.
Gerade haben wir in der Schweiz den Clean Up-Day durchgeführt, bei dem überall Abfälle aufgelesen wurden. Als ich diese Woche auf dem Bahnweg zur Arbeit ging, lagen unter der grossen Linde Verpackungen, Flaschen, Papiere. Die Verursacher dieser Sauerei haben sich sicherlich nicht am grossen Reinemachen beteiligt. Wie können wir nur so sorglos mit uns und unserer Umwelt umgehen?

