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«Wir tanzen auf mehreren Hochzeiten»

Das Unterhaltungsprogramm Comedy Sofa findet neuerdings nicht mehr in Uster statt sondern im wesentlich kleineren Theatersaal des Restaurants Rössli in Illnau. Walti Dux erklärt die Beweggründe.

Walti und Marisa Dux mit den neuen Partnern Marco Sacher und Steffen Waeger (v.R.n.L.) vor dem Schmidt Theater in Hamburg., Ab Oktober sitzen wieder deutsche Komiker auf dem Comedy Sofa., Neuerdings tritt das Komiker-Duo im Theatersaal des Restaurants Rössli in Illnau statt.

PD

«Wir tanzen auf mehreren Hochzeiten»

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Comedy Sofa von Walti und Marisa Dux findet neuerdings in Illnau statt
  • Da sie kein Kulturförderbeitrag mehr erhalten, musste das Comedy Duo ihr Programm kostengünstiger gestalten
  • Sie fanden neue Partner in Hamburg, wo die Idee des Comedy Sofas entstand

 

Üblicherweise treten Komiker je bekannter sie sind, in desto grösseren Städten auf. Im Falle des Komiker-Duos Walti und Marisa Dux scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

Nach vielen Jahren der Aufführungen in Uster, bei denen sie Comedy-Shows, aber auch andere Projekte wie das Musikförderungsprojekt Kids on Stage mit Schülern organisiert haben, zogen sie nach Illnau und ihre Show Comedy Sofa zog mit ihnen mit. «Bereits bevor wir den Wohnsitz nach Bauma verlegten, wurde uns der Kulturförderbeitrag gestrichen. Darum mussten wir das Comedy Sofa finanziell selber tragen.»

Dieser Umstand zwang das Komiker-Duo dazu, dass Programm zu «strählen»: Neue Partner, weniger Technik, und einen kostengünstigeren Saal. Mit dem Restaurant Rössli hätten sie aber einen guten Ort gefunden, sagt Dux. Im neuen Saal seien sie näher am Publikum und die Show wirke dadurch familiärer. Ausserdem komme er auch den Wünschen des Publikums entgegen.

Denn ein weiterer Grund für den Ortswechsel des seien die Feedbacks aus dem Publikums gewesen. Eine Umfrage habe ergeben, dass das Publikum wünschte, vor oder nach dem Comedy Sofa auch essen zu können. Gleichermassen haben sie die Aufführungszeiten einem breiteren Publikum angepasst, sodass neu am Sonntagabend auch vermehrt Jugendliche teilhaben können. «Dadurch wird die Aufführung einen Anlass für die ganze Familie.»

Das Grundkonzept des Comedy Sofas bleibe im Kern jedoch erhalten: Deutsche Komiker bringen ihre Nummern. Danach setzen sie sich zu Marisa Dux aufs Sofa und die Moderatorin stellt drei abstruse Behauptungen auf. Das Publikum hat dann zu erraten, welche der Behauptungen richtig war.

Neue Partner aus Hamburg

Die neuen Partner von Marisa und Walti Dux kommen nicht mehr aus Berlin, sondern neu sind es das Schmidt Theater und das Hotel Hanseport in Hamburg. Die Stadt sei bestimmt der Aufhänger der ersten Show und ist dann jedes Mal Wettbewerbspreis, so Dux.

«Es brauchte Zeit, bis sich das Oberländer Publikum an deutsche Comedy gewöhnte – manche brauchten viel Zeit.»

Walti Dux, Komiker

«Im Schmidt Theater, in dem Dux des Öfteren auftritt, entstand auch die ursprüngliche Idee für das Comedy-Sofa – ungefähr um fünf Uhr morgens», so Dux. Denn nach der Mitternachtsshow im Schmidt Theater sei er mit einigen Kollegen zusammengesessen und habe gemerkt, dass viele Interessen hatten in der Schweiz aufzutreten.

Danach musste nur noch das Publikum im Zürcher Oberland überzeugt werden. «Im Oberland kannte man deutsche Comedy nicht und es brauchte Zeit, bis sich das Publikum an deutsche Comedy gewöhnte – manche brauchten viel Zeit.» Doch nun sei der Grundstein gesetzt und die Show habe sich etabliert.

Das Puzzle des Lebens

Es sei viel passiert in den letzten Jahren, sagt Dux. Das Bühnenleben sei für ihn und seine Frau wie eine Sinuskurve, die mal aufwärts und mal abwärts gehe. Dabei seien alle Projekte die sie machen Puzzlestücke, die sich langsam zu einem Bild zusammensetzen würden. Und das Bild, das er sehe, gefalle ihm. Vieles habe sich zufällig ergeben. Insbesondere auch weil er und seine Frau in künstlerischer Hinsicht auf vielen Hochzeiten tanzen würden: Mal Sänger, mal Moderator oder mal Komiker.

«Über die Jahre konnten wir ein grosses Netzwerk aufbauen», so Dux. Auch durch den internationalen Durchbruch mit seinem Weihnachtslied « Under Milliarde vo Sterne », das auch heute immer wieder von anderen Künstlern interpretiert werde. «Erst gestern erhielt ich eine Anfrage einer Künstlerin, die das Lied verwenden möchte. Doch der erhoffte grosse Name, ist noch nicht dabei», verrät Dux. Die Geschichte des Weihnachtsliedes sei noch lange nicht zu Ende. Doch darüber möchten «S Duxe» bis im Oktober noch nicht zu viel verraten. Ausser dass ein Bilderbuch zum Lied in Produktion sei.

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