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Hittnauer Verwaltung darf wachsen

Nachdem die Hittnauer Bevölkerung noch vor fünf Jahren den Baukredit für ein neues Gemeindehaus versenkt hat, war die Zustimmung beim Urnengang am Sonntag gross. Über 80 Prozent sagten Ja zur Aufstockung des heutigen Werkgebäudes.

Das Hittnauer Gemeindehaus an der Jakob Stutz-Strasse (im Hintergrund) liegt direkt neben dem Werkhof.

Archivbild: Seraina Boner

Hittnauer Verwaltung darf wachsen

In keiner anderen Gemeinde im Bezirk Pfäffikon schaffte es am Sonntag eine Abstimmungsvorlage auf eine Stimmbeteiligung von über 30 Prozent – ausser in Hittnau, wo rund 35,5 Prozent der Bevölkerung ihre Unterlagen einreichten. Der dritte Anlauf für den Bau einer neuen Gemeindeverwaltung vermochte das Volk an die Urnen zu ziehen. Mit 769 Ja- zu 174 Nein-Stimmen für den Baukredit in der Höhe von rund 4,33 Millionen Franken für die Aufstockung des Feuerwehr- und Werkgebäudes war die Abstimmung eine klare Sache. 

«Das ist natürlich eine schöne Honorierung unserer Vorarbeit», freut sich Hochbauvorstand Carlo Hächler (FDP). «Die Mitwirkungsveranstaltungen in den letzten Jahren haben den Grundstein für das gute Resultat gelegt.» Auch wenn das Ja der Bevölkerung zum Bauprojekt absehbar war, sei Hächler «ein Stein vom Herzen gefallen». 

Photovoltaikanlage erneut unbestritten

Bereits 2011 hatte sich der Gemeinderat für einen Neubau der Gemeindeverwaltung eingesetzt. 2014 hatten die Hittnauer Stimmberechtigten dann den Kredit für einen Neubau am Standort des alten Sekundarschulhauses mit 830 Nein- zu 669 Ja-Stimmen abgelehnt. Bereits damals war eine Photovoltaikanlage für 98’000 Franken geplant – und wurde im Gegensatz zum Gemeindehaus angenommen. Dies, obwohl die Rechnungsprüfungskommission damals genau die umgekehrte Version empfahl: Ja zum Gemeindehaus, Nein zur Photovoltaikanlage. Dieses Mal erhielt die Anlage erneut etwas mehr Zustimmung – mit 13 Ja-Stimmen knapp ein Prozent. 

Carlo Hächler hatte sich im Vorfeld einen Ja- Anteil von über 70 Prozent gewünscht, das Resultat habe ihn nun positiv überrascht. «Und bei rund 81,5 Prozent Ja-Stimmenanteil für das neue Gemeindehaus ist die kleine Abweichung zur Photovoltaikanlage kein Grund, sich den Kopf zu zerbrechen», sagt er. «Es gibt wohl solche, die für die Anlage gestimmt haben und gegen das Gemeindehaus – und andersherum genauso.» 

Bezug Ende 2021 geplant

Nun können die Bauvisiere, die seit Anfang Sommer die Dimensionen der Aufstockung des Hittnauer Werkgebäudes anschaulich demonstrieren, wie geplant für die öffentliche Ausschreibung des Bauprojektes stehen bleiben. Mit der Aufstockung und dem Anbau werden die Räume der Hittnauer Gemeindeverwaltung um dringend nötige 35 Prozent anwachsen – von heute 900 auf neu 1215 Quadratmeter. 
Wird der Zeitplan eingehalten, beginnen im Oktober 2020 bereits die Bauarbeiten und die Verwaltungsangestellten können die neuen Räume Ende 2021 beziehen. Der Gemeinderat und die Schulpflege beabsichtigen, das alte Gemeindehaus dann an die Schulgemeinde zu übertragen, sodass es nach einer Sanierung als Kindertagesstätte genutzt werden kann. Dafür würde dem Souverän erneut eine Kreditvorlage unterbreitet. 

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