«Z’Fehraltorf, da sind mir dehei, da ischs ois eifach wohl!» Die Stimmen der singenden Schüler dringen durch die Klassenzimmertür. Im Inneren des Schulzimmers P108 im Schulhaus Heiget in Fehraltorf stehen zwei sechste Klassen in einem Halbkreis und singen. Lehrer Martin Apitzsch begleitet die Schüler mit der Gitarre. Was wie eine normale Musikstunde aussieht, sind Vorbereitungen für das Fehraltorfer Dorffest, das am kommenden Wochenende stattfindet (siehe Box). An der Eröffnungsfeier treten die Schulklassen von Martin Apitzsch und Aline Bosshard auf und präsentieren das Fehraltorfer Lied – ein Song, in dem das Dorf vorgestellt wird.
Gemäss Lehrer Apitzsch, der auch Mitglied der Chronikgruppe Fehraltorf ist, wurde dieses Lied eigens für das letzte Fehraltorfer Dorffest 2014 komponiert. Seither werde es im Rahmen des Musikunterrichts in der Schule immer wieder gesungen. «Als das Organisationskomitee die Schule anfragte, ob zwei Klassen das Lied an der Eröffnung singen würden, sagte ich gerne zu», so Apitzsch.
Etwas anders lief es bei der Klasse von Aline Bosshard. Sie habe zwar die Information erhalten, dass eine zweite Klasse gesucht wird, die am Dorffest auftritt. Einfach darüber bestimmen, ob die Klasse teilnimmt oder nicht, wollte sie aber nicht. Also gab es eine Abstimmung. «Die Klasse war grösstenteils dafür. Das hat mich natürlich gefreut», so Bosshard. Da sie regelmässig mit den Schülern singt, finde sie diesen Auftritt «eine coole Sache».
«Ich mag das Lied nicht»
Die einzelnen Meinungen der Schüler zu ihrem bevorstehenden Auftritt gehen jedoch auseinander. So findet zum Beispiel der 12-jährige Dennis, der zur Klasse von Aline Bosshard gehört, den Auftritt nur mässig toll. «Mir gefällt das Lied nicht mega. Ich höre zum Beispiel Metallica, nicht so Popmusik.» Auch passe der Freitagabend, an dem der Auftritt stattfindet, nicht unbedingt in seinen Terminkalender. «Ich habe freitags manchmal Training oder bin müde von der Schule und den Hausaufgaben. Dann möchte ich nicht mehr aus dem Haus.» Mühe geben werde er sich natürlich trotzdem.

