Kopfverletzungen sind meist schwierig einzuschätzen und sehr trügerisch. Häufig sind diese Verletzungen bei Senioren und Kindern anzutreffen. So auch bei einem siebenjährigen Mädchen, das bei einem Sportanlass mit dem Fahrrad kopfüber auf das Pflaster stürzte. Anfänglich schrie sie und hatte eine dicke, bereits blutunterlaufene Beule am Kopf. Sie liess sich aber mit der Zeit beruhigen und wir kühlten das Hämatom und legten die Kleine hin.
Bald schon plapperte sie munter und erzählte uns von ihrem Hamster zu Hause. Wir instruierten die Mutter, das Mädchen wirklich gut im Auge zu behalten. Sobald sie schläfrig werde, über Übelkeit klagte oder erbrechen müsste, müsse sie sofort handeln. Sie solle auch nachts alle paar Stunden nachschauen, ob sie weckbar sei. Bei einer Verschlechterung ihres Zustandes sollte sie sofort einen Arzt aufsuchen. Munter verliess das Mädchen mit ihrer Mutter den Sanitätsposten.
Mit der Ambulanz in Spital
Am nächsten Tag erfuhren wir, dass sich in der Nacht der Zustand des Mädchens so sehr verschlechterte, dass sie mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden musste. Sie hatte eine schwere Hirnerschütterung und musste überwacht werden. Kopfverletzungen entstehen durch Krafteinwirkung von aussen auf den Kopf, beispielsweise durch einen Sturz, Zusammenstoss, Aufprall oder durch Schläge bei Unfällen im Verkehr, im Haushalt oder beim Sport.
Die Folgen können harmlos, aber auch schwerwiegend sein. Bei Kopfverletzungen kann der Schädel und/oder das Gehirn verletzt sein. Eine Kopfverletzung kann durch drastische Symptome schlimmer aussehen, als sie tatsächlich ist: Weil die Kopfhaut sehr gut durchblutet ist, können auch leichte Kopfverletzungen stark bluten.

