Ausgangspunkt dieser Wanderung ist Lehni, eine Bushaltestelle auf halber Distanz der Strecke Weesen-Amden. Die Aussicht hier am Start ist eindrücklich: Der türkisblaue Walensee, der Blick ins Glarnerland mit Rautispitz und Mürtschenstock und links die Flumserberge mit Prodkamm und Hochfinsler.
Der überwältigende Blick in die alpine Zone beeindruckt während der ganzen Wanderung. Der Weg führt sogleich hinab über eine steile Wiese in den Wald und schon nach wenigen Minuten überquert man auf der Staumauer des kleinen Wasserwerks Muslen das tiefe Bachtal. In einer Druckleitung gelangt das Wasser ins Kraftwerk unten am Walensee. Die Jahresproduktion beträgt rund 4,5 Millionen Kilowattstunden und entspricht einem jährlichen Stromverbrauch von circa 900 Haushalten.
Wanderstöcke von Vorteil
Unmittelbar nach der Staumauer führt der Weg hinauf zur Siedlung Zand. Auffällig ist hier die Ruhe, die nur vom Gesang der Vögel und der summenden Insekten unterbrochen wird. Nach einer kurzen Steigung erreicht man den Sellbach, der mit einer Kleinturbine ebenfalls in die Wasserwerk-Anlage eingebunden ist. Weiter bergwärts trifft man bald auf den gelben Wegweiser, der links auf den Weg hinauf nach Amden weist. Wer in Richtung Quinten läuft, muss an diesem Kulminationspunkt auf den Wanderweg nach Betlis abbiegen.
Nun führt der Pfad im Wald stets bergab. Wanderstöcke helfen, die Knie zu entlasten. Links und rechts des Pfades fallen immer wieder Alpenfeilchen (Cyclame) mit ihren leuchtenden Blüten auf. Am Ende der teilweise steil abfallenden Waldstrecke glaubt man sich auf einer grossen Waldlichtung und steht etwas überrascht vor dem Landgasthof Paradiesli.

