Wie am Montagmorgen bekannt wurde, will die traditionsreiche Ferag AG mit Sitz in Hinwil in den kommenden Monaten bis zu 150 Stellen abbauen. Die Firma gibt an, damit auf den sich wandelnden Weltmarkt einzugehen. Es seien in den vergangenen zwei Jahren weniger Bestellungen eingegangen. Grund genug, sich die Geschichte des Unternehmens noch einmal vor Augen zu führen.
Den Grundstein für die Ferag legte im Jahr 1955 Walter Reist mit der Patentierung des ersten schmierfreien Fördersystems. Zwei Jahre später folgtedie Gründung der AG. Seit 1963 ist das Unternehmen in Hinwil beheimatet und kann erste internationale Aufträge verzeichnen, zum Beispiel in Russland.
Im Laufe der Jahre entscheiden sich immer mehr Medienhäuser, Ferag-Systeme zu installieren. So 1976 die Stuttgarter Zeitung und 1986 Murdoch und Maxwell in Grossbritannien und Australien. 1990 erfolgt der Einstieg in die industrielle Zeitschriftenherstellung mit Sammelheft- und Schneidetechnik.
Zweites Standbein aufgebaut
Der Generationenwechsel findet 1997 durch die Übernahme der Geschäftsleitung von Susanne Rau-Reist und Gerd Rau statt. Während der frühen 2000er-Jahre werden neue Technologien der Zeitung- und Zeitschriftenherstellung in die Produktpalette aufgenommen. 2010 entscheidet sich die Geschäftsleitung zum Einstieg ins Direktmarketinggeschäft und baut damit ein zweites wichtiges Standbein auf. 2013 steigt das Unternehmen in die Intralogistik ein. Es folgen Auftritte auf internationalen Logistikmessen.

