Das Wichtigste in Kürze
- In Russikon leiden Bewohner unter bestehenden 5G-Strahlen, in Auslikon fürchten die Anwohner eine geplante Antenne
- In beiden Fällen wurde eine Petition eingereicht, in der die Abschaffung beziehungsweise der Baustopp gefordert wurde
- Die Antworten des Kantons und des Gemeinderats sind ernüchternd
In diversen Gemeinden im Oberland wurden Baugespanne ausgesteckt, wo später eine Mobilfunkantenne installiert werden soll, so zum Beispiel in Auslikon, Fehraltorf oder auch Rüti. In Russikon hingegen ist die 5G-Antenne bereits seit diesem April in Betrieb – sehr zum Unmut der Bewohner. Gabriela Müller und ihre Nachbarn wohnen gemäss eigenen Angaben um die 300 Meter von der 5G-Antenne entfernt, die auf einem Hochspannungsmasten zusammen mit 2G, 3G und 4G montiert ist, und leiden unter der Strahlenbelastung.
Im Mai 2019 reichte sie deshalb eine Petition bei der Gemeinde ein, die dann an den Regierungsrat weitergeleitet wurde. Die 79 Unterzeichnenden forderten die «umgehende Stilllegung der 5G-Antennen in Russikon». Müller und viele ihrer Nachbarn würden unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kribbeln, Jucken oder einem Brennen im Gesicht leiden. «Bewegen wir uns aus dem Strahlengebiet, sind diese Beschwerden weg.»

