Ein neuer Wochenmarkt für Pfäffikon
Das Wichtigste in Kürze
- Ab Mai 2020 soll es in Pfäffikon wieder einen Wochenmarkt geben
- Die definitive Zusage des Gemeinderates dafür wird Ende Monat erwartet
- Noch sind die Organisatoren auf der Suche nach interessierten Marktfahrern und Helfern
Ein Wochenmarkt für Pfäffikon – diesen Plan haben Claudia Knecht und Dominik Gross schon lange. Nun nimmt ihr Projekt zeitgleich mit dem Baufortschritt der Seestrasse stetig genauere Formen an. «Wir haben uns schon vor Jahren gesagt, wenn die Seestrasse fertig saniert ist, wollen wir dort einen Markt verwirklichen», so Knecht. Nach dem « Ja » zum Sanierungskredit an der Gemeindeversammlung im Herbst 2017 war der erste Grundstein für ihr Vorhaben endlich gelegt.
Seit rund einem Jahr sind Knecht und Gross nun verstärkt an der Planung ihres Projektes: Der Verein «Wochenmarkt Pfäffikon» ist gegründet, eine Website und eine Facebookseite sind aufgeschaltet. Im Mai 2020 soll der Startschuss für den Markt fallen.
«Bio und regional, so lautet die Devise.»
Claudia Knecht
Das ursprüngliche Projekt sah vor, für die Marktzeiten den nördlichen Abschnitt der Seestrasse zu sperren, auf dem derzeit die Bauarbeiten in vollem Gang sind (wir berichteten). «In einem zweiten Schritt haben wir uns schliesslich für Marktstände entlang den Häusern entschieden, sodass die Durchfahrt auf der ganzen Seestrasse gewährleistet bleibt», sagt Gross. Eine Maximalanzahl an möglichen Marktständen gibt es damit kaum. «Wenn wir auf der einen Seite der Strasse am Ende angelangt sind, können wir auf der anderen Seite noch einmal dasselbe machen – doch das ist noch weit entfernte Zukunftsmusik.»
Chance für neue Marktfahrer
Die Marktinitianten kennen sich aus dem Bioladen Teufers Kulinaria, wo Gross als Geschäftsführer verantwortlich ist und Knecht regelmässig einkauft. Beide vermeiden wenn immer möglich, bei ihren Wocheneinkäufen auf Grossverteiler zurückzugreifen. «Bio und regional, so lautet die Devise», sagt Knecht, die lange eine eigene homöopathische Praxis führte und derzeit eine Ausbildung im Bereich Permakultur absolviert.
Nun sind sie auf der Suche nach interessierten Marktfahrern, die im nächsten Jahr jeweils am Samstag auf der Seestrasse ihre Ware anbieten wollen. Während Dominik Gross seine Lieferanten für die Mitarbeit begeistern will, besucht Claudia Knecht vermehrt Märkte in der Region, um für ihr Projekt zu werben. «Während es etwa in Frankreich fast in jedem Kaff einen Wochenmarkt mit Frischprodukten gibt, herrscht in der Schweiz keine solche Kultur», fasst Knecht zusammen. Zwar gebe es viele Verkäufer, die am Samstag schon an einem anderen Standort engagiert seien, sagt Knecht. «Aber ein neuer Markt bietet auch neue Möglichkeiten für Personen, die etwas wagen wollen.»
«Interessenten gäbe es theoretisch schon.»
Dominik Gross
Um nicht nur erfahrene Marktfahrer anzuziehen, sondern auch Personen etwas anzubieten, die sich nicht gleich für eine ganze Saison verpflichten wollen, soll es ein bis zwei Marktstände geben, die auch pro Woche gemietet werden können. «Gerade für Verkäufer, die etwa voll auf ein saisonales Produkt wie etwa Erdbeeren setzen, wäre dies eine gute Lösung», sagt Gross.
Weiter haben die beiden Pfäffiker den Gewerbeverband angefragt, ob dieser einen Stand bestellen wolle. «So könnten auch Gewerbler, die nichts mit Lebensmittel zu tun haben, ihr Angebot vorstellen», sagt Knecht. Dies, obwohl der Markt seinen Fokus auf Frischprodukten haben wird. Eine Mindestanzahl an Ständen, um das Projekt definitiv zu starten, gebe es zwar nicht. «Aber wir wollen von Anfang an ein bestimmtes Grundsortiment an Gemüse, Früchten, Fleisch und Käse anbieten können», sagt Gross.
Helfer gesucht
Obwohl der Gemeinderat bereits mündlich zu verstehen gegeben habe, dass einem Wochenmarkt nichts im Weg steht, müssen Knecht und Gross noch die Gemeinderatssitzung Ende Monat abwarten, bei der offiziell über die Durchführung entschieden wird. «Vorher können wir noch gar keine Verträge unterschreiben», sagt Gross. «Interessenten gäbe es theoretisch schon.» Da der Markt auch als Treffpunkt dienen soll, ist zudem ein «Märtkafi» geplant. Dazu laufen derzeit die Gespräche mit dem Nova Theater.
Neben interessierten Marktfahrern sind Claudia Knecht und Dominik Gross stets auf der Suche nach Helfern, die sich als Marktaufseher engagieren wollen. «Wir können überall noch Leute brauchen», sagt Knecht. Dazu müsse man auch nicht unbedingt dem Verein beitreten.
Die Rückmeldungen auf die Nachricht, dass es in Pfäffikon wieder einen Wochenmarkt geben soll, seien bisher allesamt positiv. Nachdem der letzte Pfäffiker Wochenmarkt vor über 20 Jahren einging, kam eine Zeit lang noch einen Fischverkäufer am Freitag an die Seestrasse. «Nun wollen viele wissen, ob es am Markt wieder Fisch geben wird», sagt Gross. Dies könne er zwar noch nicht versprechen. Aber: «Wenn, dann einfach am Samstag statt Freitag.»
