Manchmal ergibt sich aus einer harmlosen Wunde eine dramatische Situation, während schrecklich aussehende offene Verletzungen problemlos abheilen. So ist es mir selbst ergangen, als ich mir vor Jahren beim Abwaschen auf dem Handrücken eine Schnittverletzung von einem gebrochenen Trinkglas zuzog.
In einem Spital hat man meine Wunde genäht, ein Pflaster drauf geklebt und mich wieder nach Hause entlassen. Wir hatten damals viel um die Ohren und ich konnte es mir nicht leisten, meine Hand zu schonen. Ich arbeitete und putzte wie immer. Nach etwa einer Woche bekam ich Fieber und die verletzte Hand schmerzte höllisch. Sie war angeschwollen, stark gerötet und heiss.
Mein Mann fuhr mich in die Notfallaufnahme des Spitals. Dort sollte ich auf einem Stuhl sitzend warten, bis ich an der Reihe war. Es ging mir immer schlechter und ich konnte mich kaum mehr aufrecht halten. Eine vorbeigehende Krankenschwester bemerkte das und sprach mich an. Sie wickelte den Verband an meiner Hand ab und erschrak.
Mit Blutvergiftung ins Spital
Sofort rief sie nach einem Arzt. Nun ging alles sehr schnell. Die Hand musste augenblicklich chirurgisch versorgt werden und ich erhielt eine Infusion mit Antibiotika. Ich hatte bereits eine Blutvergiftung. Meinem wartenden Mann sagte man, dass die Hand im schlimmsten Fall amputiert werden müsse.

