Das «Bierfäscht» des Brauvereins Fischenthal hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Dorffest gemausert. Früher feierten die drei Brauer Manuel Spörri, Roman Spörri und Mario Schoch lediglich mit Familie und ein paar Freunden, letzten Samstag kamen mehrere hundert Schau- und Trinklustige zu dem Anlass.
«Ablütern, Maische rausnehmen, die Flüssigkeit aufkochen, Hopfen dazu geben, nochmals aufkochen, Flüssigkeit in den Tank aufpumpen, runterkühlen und Hefe dazugeben – dann beginnt der Gärungsprozess. Der dauert etwa 14 Tage. Je nach Sorte muss man danach einige Wochen warten, bis das Bier trinkreif ist.» So erklärt Roman Spörri den Brauvorgang in Kurzform den interessierten Besuchern. Heuer dürfen sie sich die Brauerei von Innen anschauen und sogar selber beim Brauen des Hörnlibräu-Bier mithelfen.
1200 Liter Bier
Die Biersorten für ihr Fest setzen die Brauer schon Monate im Voraus an. Ganze 1200 Liter insgesamt. Auf das diesjährige Bierfest kreierten sie elf verschiedene Sorten. Die neuste Kreation ist das «Holunderweizen». Es kommt bei den Gästen derart gut an, dass es am Nachmittag schon ausverkauft ist.
«Wir probieren gerne neue Variationen aus», erzählt Manuel Spörri. «Einige Sorten bleiben ein bisschen länger im Sortiment oder werden beim kommenden Bierfäscht nochmals angeboten. Andere hingegen sind einmalig. Ingwerbier war zu exotisch. Das Honigbier hingegen kommt seit Jahren gut an. Das ‹Tannenschösslig› war super im Geschmack und sehr beliebt, es gibt aber zu viel Arbeit. Man muss die Tannen beobachten, um die frischen Tannenspitzen im richtigen Moment pflücken zu können, und die dann gleich verarbeiten.»

