Es war das erste Konzert seit der Restaurierung der Orgel in Schlatt - und es vermochte am frühen Samstagabend auch gleich das Publikum zu begeistern. Da überrascht es nicht, dass der Organist der Kirche Schlatt, Tadeáš Forberger, einen erleichterten Eindruck machte: «Das ganze Klangbild ist wieder da. Vor der Sanierung waren einige Register sehr schwer zu spielen.» Forberger war es dann auch, der die Stücke fürs Einweihungs-Konzert ausgesucht hatte.
Was womöglich wenig erstaunen wird: Gespielt wurden barocke Stücke auf der Orgel, die im Barockstil gebaut ist. Zu hören gab es Musikkanon: Bach und Händel. Sichtlich zufrieden war Forberger auch, da er jetzt endlich die Bass-Register wieder einsetzen könne, die vorher nicht mehr spielbar waren. Begleitet wurde der Organist am Samstag von seiner Partnerin Eliška Holečková, sie ergänzte ihn mit ihrem Saxophon bei einigen Musikstücken.
Fast alle Register waren beschädigt
Nicht fehlen durften natürlich auch die Restauratoren der Orgel: Sie sassen allesamt in der vordersten Sitzreihe - und von ihnen erfuhr man, wieviel Arbeit eigentlich hinter der Restaurierung steckt.
Ob Register «Rohrflöte-8», «Gedeckt-8» oder «Dulcian», beschädigt waren sie alle. Teilweise erklangen nur noch einzelne Töne, teilweise waren die Blättli mit Schimmel und Dreck verklebt, erklärte der Erbauer und Restaurator Ferdinand Stemmer, der dann auch gleich die entsprechenden Register spielte.

