Hilfsbereite Hände, die fremde Neoprenanzüge schliessen und angeregte Diskussionen über die Schwimmrouten: Im Strandbad Niederuster wird früh morgens eine familiäre Atmosphäre versprüht, die sonst an sportlichen Veranstaltungen kaum zu finden ist.
Es ist ein «Schwimmen unter Freunden ohne Ranglisten», sagt Harald Müller (58) während der Begrüssung. Er ist Hauptverantwortlicher des Greifensee-Schwimmens. So geht es beim Schwimmstart ungewöhnlich gesittet zu und her: Kein Gedränge, keine Tritte, keine weggerissenen Schwimmbrillen, wie dies bei Triathlons allzu oft der Fall ist.
Im Nu schaukeln kurz nach acht Uhr über 100 neonfarbene Schwimmbojen vor dem Strandbad Niederuster in den Wellen des Greifensees. Beinahe die Hälfte von ihnen wollen von Schwimmverrückten allen Alters 9 Kilometer lang via Maur, Fällanden und Greifensee zurück zum Strandbad gezogen werden. Die andere Hälfte nimmt eine 2.5 oder 5 Kilometer lange Schwimmtour durchs 23 Grad warme Wasser in Angriff.
«Die Kapazitätsgrenze ist mit 104 Teilnehmern erreicht.»
Harald Müller, Hauptverantwortlicher Greifenseeschwimmen

