Sieben Meter lang, über zwei Meter hoch und knallgelb – den Campingbus von Marco Lucchini kann man nicht übersehen. «Ich bin froh, kann ich ihn auf dem Gelände des FC Fehraltorfs abstellen. Ansonsten hätte ich ein Platzproblem», sagt der Besitzer und öffnet lachend die Schiebetür des Wagens.
Der Innenausbau erinnert mehr an eine Wohnung als an ein Wohnmobil. Der Boden besteht aus hellgrauem Vinyl, die Decke hat Lucchini mit hellen Holzlatten verschönert. Aus dem Dach- und den Seitenfenstern dringt Licht in den Wagen. Sitzüberzüge aus alten Jeans und ein Wandflaschenöffner runden den Kontrast zwischen modernem Wohnen und Reisen auf Rädern ab – man könnte meinen, das Wohnmobil sei einem Instagramprofil entsprungen.
Marco Lucchini sagt, es sei ihm wichtig gewesen, einen Ort zu schaffen, an dem man sich wohlfühlt. Dafür habe er viel Zeit investiert. «Während einem Jahr schuftete ich Tag und Nacht. Bei Regen und Kälte, sogar an Weihnachten.»
Der gelbe Iveco diente ursprünglich als Lieferwagen für die Importfirma, bei der Lucchini seit zehn Jahren arbeitet. Hauptsächlich wurden darin Gummibärchen transportiert. Die alten Transporter würden aber irgendwann ausrangiert und durch neuere ersetzt, wie Lucchini erzählt. So auch jener, den er vor gut zwei Jahren ins Auge gefasst hatte. «Während einem halben Jahr parkierte ich täglich neben dem zum Verkauf ausgeschriebenen Bus. Das hat mich schon ‹ gluschtig › gemacht.»
Denselben Traum zum zweiten Mal erfüllt

