Ich wurde von einem anderen Samariterverein um Unterstützung bei einem Sanitätsdienst für einen Geländelauf gebeten. Die Vereine helfen sich gegenseitig aus, um genug ausgebildetes Personal bereitstellen zu können. Die Aus,- und Weiterbildungen der Samariterinnen und Samariter bedeuten immer auch einen hohen finanziellen Aufwand für die Vereine, der manchmal kaum geleistet werden kann.
Gefahren einschätzen und Ressourcen bereitstellen
Mehrere Hundert Teilnehmende waren gemeldet und schon frühmorgens starteten die ersten Läufer. Im Vorfeld wird üblicherweise vom zuständigen Samariterverein eine genaue Analyse des Anlasses durchgeführt, um Gefahrenpotential zu erheben und sicherzustellen, dass genügend Ressourcen (Sanitätsdienstleistende und Material sowie Infrastruktur und eventuell weitere Rettungsmittel) zur Verfügung stehen.
«Bei der Vorbereitung geht es immer um die Frage, mit welchen Verletzungen zu rechnen ist»
Dabei geht es immer auch um die Frage, mit welchen Verletzungen zu rechnen ist. Bei einem Geländelauf werden erfahrungsgemäss stumpfe Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen und vielleicht auch Knochenbrüche auftreten. Insektenstiche und kleinere Schürfungen sind bei solchen Anlässen ebenfalls Routine. Bei grösseren Menschenmengen ist durchaus auch mit einem Kollaps zu rechnen. So bereiten sich die Samariter auf einen Einsatz vor.

