Es dunkelt auf der Schloss Kyburg. Doch das Gelände ist besser besucht als an manch anderen Tagen: Gruppen von Menschen geniessen ein Glas Wein im Innenhof der Burg oder besichtigen die Ausstellung. Dann ertönen drei Glockenschläge und die Menge begibt sich zu ihren Sitzplätzen vor einer Bühne – unter freiem Himmel.
Denn bald wird der dritte und letzte Tag des Musikfestivals Kyburgiade über die Bühne gehen. Trotz Wind und etwas kühleren Temperaturen sind fast alle Stühle besetzt. Auf dem Programm stehen am Samstag der ukrainische Pianist Lubomyr Melnyk, das Perkussionsduo Porter aus Deutschland sowie die schweizer-bosnische Cellistin Lakiko.
«Am Samstag konkurrierte wohl die Streetparade mit unserem Festival.»
Stefanie Hauri, Geschäftsleiterin Kyburgiade
Dieses Jahr wurde die Kyburgiade in einem veränderten Format durchgeführt: Statt wie bisher fünf dauerte das Musikfestival für Klassik-Liebhaber drei Tage. Zudem wurde der Anlass zum ersten Mal kulinarisch umrahmt. Aber auch die Auswahl der Künstler lag dieses Jahr in anderer Hand. Statt wie bisher von einem künstlerischen Leiter wurden die Musiker von der Co-Leitung Stefanie Hauri und Dario Hauri ausgesucht.
Hauri zeigt sich zufrieden mit den Neuerungen. «Das Programm ist gut angekommen», sagt sie. Die Veranstalter freuten sich über ein altersmässig durchmischtes Publikum am Donnerstag und Freitag. «Am Samstag konkurrierte wohl die Streetparade mit unserem Festival», sagt sie scherzend.

