Das Wichtigste in Kürze
- Bei den Wahlen vom Herbst werden aus taktischen Gründen viel mehr Wahllisten eingereicht als früher.
- Mit dem Listenboom steigt auch die Zahl der Kandidaten.
- Beim Kanton Zürich sind für die 35 zu besetzenden Nationalratssitze insgesamt 32 Listen eingegangen.
Sie war auf der Gemeinde in Thun, in Köniz, in Biel, in Bern natürlich. Eine kleine Tour bernois. Ein Anfängerfehler. «Wir wussten nicht, dass wir die 400 Unterschriften beglaubigen lassen mussten», sagt Claudia Kaiser, Mitgründerin von «Die liebe, sehr, sehr liebe Partei», kurz DLSSLP.
Um überhaupt zu den Nationalratswahlen zugelassen zu werden, müssen Parteien wie jene von Kaiser (erster Punkt im Parteiprogramm: «Liebe immer und überall») ein Quorum erfüllen – und das mit beglaubigten Unterschriften. Bis nächsten Montag hat die Satirepartei nun Zeit, ihre bereits gesammelten Signaturen auf den diversen Gemeindeverwaltungen im Kanton Bern zu verifizieren. Sonst war es das mit den Nationalratswahlen.

