Gerne bin ich immer offen, ehrlich und unverblümt in meinen Standpunkten. Ich schreibe gerne über das Menschsein und das Menschliche. Ein Detail habe ich bis jetzt aber immer weggelassen. Es ist ein grosses Detail. Eines, über das man nicht spricht. Aber ich rede ja nicht, ich schreibe. Voilà: Es geht um Geld.
Es ist mir absolut bewusst, dass dieses Problem nicht nur Alleinerziehende betrifft. Aber, so behaupte ich, ist es für Alleinerziehende noch ein wenig schwieriger, weil man eben alleine ist. Das liebe Geld - es ist ein Kampf und ein Chrampf.
Ein Kampf, den man Monat für Monat verliert, während man dazu auch noch immer etwas vom Selbstwertgefühl bezahlen muss. Und Tränen kostet es auch. Bittere, dicke Tränen. Weil alle Hoffnung immer sofort wieder im Keim erstickt wird.
«In manchen Monaten lebe ich von der Hand in den Mund»
Seit Jahren hoffe ich auf einen grünen Zweig, um dann immer wieder zu merken, dass dieser einfach nicht wachsen will. Egal, was ich mache. Kaum sind ein paar Franken auf der Seite, kommt wieder irgendeine Scheissrechnung, die alles wieder frisst - und noch ein wenig mehr dazu. In manchen Monaten lebe ich von der Hand in den Mund, in manchen geht es etwas besser. Unter dem Strich ist es aber immer einfach nur mühsam.

