Jonas Gabrieli, Regional-Journalist des «Landboten», durfte seine Rede vor über 150 interessierten Zuhörern halten. Darunter war der komplette Turbenthaler Gemeinderat sowie eine Vertreterin aus der Nachbargemeinde auszumachen. Für seine spritzigen und gleichwohl nachdenklich machenden Äusserungen erhielt er viel Applaus und positive Reaktionen.
«Er hat das gut gemacht. Es ist schön, dass man einem Jungen das Wort gab.»
Besucher der 1. August-Feier in Turbenthal
Ein Zuhörer meinte beeindruckt: «Er hat das gut gemacht. Es ist schön, dass man einem Jungen das Wort gab.» Gabrieli richtete zu Beginn Dankesworte an die Organisatorinnen vom Frauenforum Tösstal und Umgebung. Er fühle sich geehrt, dass er als Mann eingeladen worden war. Und gleichzeitig habe er sich ob der Aufgabe gefragt, was ihm Patriotismus bedeute. «Denn als Hurra-alles-ist-toll-Patriot sehe ich mich nicht», stellte er klar.
Rede, die nachdenklich macht und doch amüsiert
Jonas Gabrieli leitete seine Ausführungen mit einem Rückblick in die Jugendjahre in Turbenthal ein. Er sei dankbar, dass es ihm möglich gemacht worden sei, in Turbenthal aufzuwachsen. «Dafür getan habe ich aber nichts, es ist ein Zufall der Geburt», sinnierte er. Und brachte dann das Publikum zum Schmunzeln, als er erzählte, wie er vor dem Risi Schulhaus mit Kollegen aller Kulturen dem Fussball («der Weltkugel in Miniformat», so sein O-Ton) nachrannte. Das prägte ihn zu einem weltoffenen und kritischen Schweizer.

