Eigentlich hatte ich mir das alles etwas anders vorgestellt. Ich hätte sogar beinahe einen Piratenhut gekauft, um mich stilecht der Entdeckung der unzähligen Schätze auf meinem Weg zu widmen. Aber Geocaching ist doch etwas schwieriger, als ich angenommen hatte. Vor fast 20 Jahren, als das Geocaching aufkam, brauchte es dafür noch ein teures GPS-Gerät. Heute reicht ein Smartphone. Mit diesem macht man sich auf die Schnitzeljagd, um diverse Verstecke aufzuspüren. Eine App leitet dabei den Weg. Doch all diese technischen Hilfsmittel garantieren noch keinen Erfolg.
Caches sind «Schätze», die auf der ganzen Welt von Geocachern versteckt werden. Dabei handelt es sich normalerweise um einen wasserdichten Behälter, in dem sich ein Logbuch befindet, wo sich der Finder eintragen kann. Die Caches werden dann per App mithilfe eines GPS-Signales gesucht und gefunden.
In meinem Bekanntenkreis ploppte der Begriff Geocaching in den letzten Wochen immer öfter auf. Ich wollte wissen, was dahinter steckt und wieviel vom Boom von damals noch übrig ist. Beim Orientierungslauf früher in der Schule war ich zwar langsam, aber gefunden habe ich die Posten noch immer.
Bewaffnet mit meinem eigenen Smartphone und meinem Ehemann mache ich mich an einem Sonntag auf den Weg nach Pfäffikon. Heimspiel, denke ich. Der erste Cache, den wir uns vornehmen, ist am Bahnhof versteckt. Schwierigkeitsgrad: Leicht. Ein sanfter Einstieg also.

