Um die Qualität eines mit 120 Kilometern pro Stunde vorbeirauschenden Garnfadens zu kontrollieren, braucht es vor allem eines: ein sehr gutes Auge. Freilich kein menschliches, sondern einen Sensor. Genauer gesagt den von der Gebrüder Loepfe AG erfundenen optoelektronischen Garnreiniger. An diesem führt für einen Faden bei rund der Hälfte aller modernen Web- oder Spinnmaschinen auf der Welt kein Weg vorbei.
Die Wetziker Gebrüder Loepfe AG – heute ein Tochterunternehmen der italienischen Savio Macchine Tessili S.p.A. – wurde 1955 zu einer Zeit gegründet, als das Zürcher Oberland noch eine Textilregion war. Heute sind Textil-Rohstoffe und -Produktionen fast nur noch in fernen Ländern zu finden. Der weltweite Bedarf an Systemen zur Qualitätssicherung wird hingegen vollumfänglich vom Zürcher Oberland aus gedeckt. Der kürzlich vollendete Neubau soll die Entwicklung weiter vorantreiben.
Immer schneller und exakter
In einem Testraum der Gebrüder Loepfe AG wird das High-Tech-Produkt nochmals überprüft. Tatsächlich verstummt das laute Rattern der Garnspulen von Zeit zu Zeit und der Faden wird zurückgespult. Augenblicklich wird die fehlerhafte Stelle herausgeschnitten und das Garn neu verzwirnt.
«Die Anforderungen an den Garnreiniger sind in allen Bereichen gestiegen.»
Daniel Link, CEO Gebrüder Loepfe AG

