Urs Wegmann kann wortwörtlich auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Er war nicht nur Sekundarlehrer in Mönchaltorf, sondern auch Sprint-Nationaltrainer, Trainer des Schweizer Skeletonteams an den Olympischen Spielen in Salt Lake City und Mitglied der Nachwuchsförderungskommission des Sportamtes des Kanton Zürich. Die letzten 16 Jahre war Wegmann schliesslich als Lehrer und Schulleiter an der von ihm gegründeten Kunst- und Sportschule in Uster (Kuss) aktiv – der ersten solchen Schule im Zürcher Oberland.
Frühpensionierung war für Wegmann nie ein Thema: «Dafür steckte zu viel Herzblut in dieser Schule», sagt er. Und: «Es fällt mir nicht einfach, diese Schule loszulassen.» Dennoch hat er sich dazu entschieden, nach diesem Schuljahr aufzuhören. «Ich wurde letzten November 65 Jahre alt. Ob ich ein Jahr früher oder später gegangen wäre, würde wenig ändern.»
«Ob ich ein Jahr früher oder später gegangen wäre, würde wenig ändern.»
Urs Wegmann, Gründer Kunst- und Sportschule Uster
Wegmann hatte mit der Kuss seine Vision einer Schule umgesetzt, die es jungen Sportlern und Musikern ermöglichen soll, sich auf ihre nebenschulischen Tätigkeiten zu konzentrieren. «Ich hatte gewusst, dass es in Zürich bereits eine solche Schule gab», sagt Wegmann. «Für mich war es ein Traum, dieses Projekt realisieren zu können.»

