In Hinwil öffnet an der Zürichstrasse 66a eine neue Event-Location für Motorsportfreunde. Fünf Simulatoren ermöglichen es, auf den berühmtesten Rennstrecken der Welt das eigene Talent im Motorsport unter Beweis zu stellen. Zwei Zueriost-Redaktoren haben es ausprobiert und ihre Erfahrungen festgehalten.
Erlebnisbericht von Tina Schöni
Für gewöhnlich sitze ich nicht in einem Rennwagen und ich beschleunige auch nicht auf über 300 Sachen. Es für einmal doch zu tun, fühlt sich ziemlich gut an. In diesem Simulator kann mir schliesslich nichts passieren. Mit Handschuhen und Kopfhörern, aber ohne Helm und Sicherheitsgurt, setze ich mich in den Fahrersitz meines virtuellen Mercedes, positioniere meine Füsse auf dem Brems- und Gaspedal und umfasse das Lenkrad, wo sich auch die Kupplung befindet. Dann mache ich mir mein Ziel bewusst: Hauptsache schneller sein als mein Kollege David im Nebensitz.
Die erste Runde auf der Monza-Strecke ist eine ziemliche Herausforderung. Ich bin vom Wettfieber gepackt. Geübt mit Games und Computerspielen bin ich nicht und auch von Rennsport weiss ich so gut wie nichts. Ich rechne mir also keine allzu grossen Chancen aus. Ich trete das Pedal durch und gebe Vollgas. Der Motor heult auf. Doch gleich bei der ersten starken S-Kurve komme ich ins Schleudern. Ich spüre den Widerstand meines Lenkrads, höre das Quietschen der Reifen. Ich versuche eine Vollbremse. Aber es reicht nicht mehr. Ich brettere geradeaus weiter, erst über Sandboden, dann über Rasen – und schliesslich knallt mein Rennwagen mit voller Wucht in die Bande. Das war wohl nichts. Etwas beschämt lege ich den Rückwärtsgang ein. Es wird nicht das letzte Mal sein.

