An sonnigen Samstagmorgen bummle ich gerne über einen Flohmarkt. Nicht, dass ich etwas Bestimmtes suche, nein, mich reizen die Stimmung, die Menschen, das Entdecken von Raritäten, das Handeln um den Preis – kurz die einzigartige Atmosphäre. Es ist ein ganz besonderes Völklein, das sich auf einem Flohmarkt trifft.
Sowohl bei den Verkaufenden als auch den Interessierten. Da mischen sich Freaks mit Gutsituierten, Sammler auf der Suche nach dem ultimativen Objekt, Händler auf der Suche nach dem günstigsten Schnäppchen, Gelegenheitskäufer, Jugendliche, die ihr Taschengeld aufbessern, Menschen, die plaudern wollen, Müssiggänger und Flaneusen.
Das Angebot? Schuhe, Schmuck, Kleider, Schals, Bücher, Spiegel mit Bierreklamen, kitschige Souvenirs aus exotischen Ländern, Geschirr, Gläser, Spiele, Veloglocken, kleine Dosen, Spiegel, Pez-Zeltli-Spender mit Mickey-Mouse-Kopf – ich denke Sie wissen, was sonst noch zu finden ist.
Übrigens seinen Namen soll der «Flohmarkt» von den putzigen Springern erhalten haben, die in den angebotenen Textilien heimisch geworden sind. Die gibt’s noch gratis dazu beim Kauf von Klamotten. Allerdings haben Käuferinnen und Käufer kein Anrecht auf zusätzliche Gratistiere. Wo käme man da auch hin?
So könnte beispielsweise ein Flohzirkusbesitzer seine wertvollen Tiere ganz billig erstehen, indem er beispielsweise einen Schal für 50 Rappen kauft, wo die Hüpfer drin sind. Obwohl sie in der Tierhandlung erstens selten und zweitens teurer sind.

