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Politik

Mensch - Roboter

Die 13-jährige Isabella Marie Ruzicka macht sich Gedanken zum Mensch-Sein und darüber, was die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz - menschenähnlicher Roboter - für uns zu bedeuten hat. Werden wir in Zukunft noch zu unterscheiden wissen?

Irgendwie hab ich gerade so eine Phase. So eine kurze, die nie lange dauert. In ihr nimmst du mehr wahr als sonst, vor allem Gerüche. Gerüche von Menschen, Läden, Essen und einfach allem, was dir in dieser kurzen Zeit begegnet. Es ist, als würdest du Träumen, oder einen Film abspielen. So seltsam, du weisst nicht ganz wer du bist, doch trotzdem kennst du noch deinen Namen, dein Alter und deine Erinnerungen verblassen darin nicht. Du bemerkst kaum, dass du blinzelst, irgendwie ist alles verschwommen. Doch es ist auch klar.

Nun würde ich als Kleinkind meine Mutter in dieser Phase fragen, ob das Leben einem nur vorgegaukelt werden würde. Als wäre alles eine Vision, ein Film - ein Traum aus dem du erst nach deinem Tod erwachst. Alle Menschen sehen unterschiedlich aus. Doch Zwillinge sind gleich. Manche sehen sich ähnlich. Manche tragen blondes Haar, oder Braunes - oder Schwarzes. Rot kann es auch sein. Die Augen eines Menschen, wie der Staubsauger der Erinnerungen und Vergangenheit, der alles aufsaugt. Und all diese Visionen, Träume oder Filme können immer und immer wieder in deinem inneren Auge abgespielt werden. Auch Musik, Klänge und Töne können darin gespeichert sein. Auch ein ganzes Gespräch.

Zurück nun zu den Unterschieden der verschiedenen Menschen - Zwillinge, sie können vielleicht gleich aussehen doch so unterschiedlich sein. Der Charakter, von deinen Erziehungsberechtigten mit geprägt, wird sich nie ändern. Und wenn er sich ändert, wird der alte immer in deinem Schatten liegen. Zwillinge waren nur ein Beispiel. Es sind irgendwie alle unterschiedlich, sie gleichen nie 100 Prozent einem Anderen.

Roboter - die «Zukunft» des Planeten Erde. Sie sind anders. Sie sind alle gleich. Sie haben keinen Charakter, der von den Leuten im Umfeld geprägt wurde. Sie handeln alle gleich. Ihr Gehirn besteht aus Technischen Dateien, Softwares und Hardware. Da kommt sie in einer gewissen Weise dem Menschen ähnlich. Im Stichwort «Software» könnte man bei einem Menschen zum Beispiel die Gedanken bezeichnen. Man kann sie nicht berühren, niemand von aussen kann wissen was im anderen vorgeht.

Wenn das so wäre, dass Gedanken lesbar wären, wäre einiges anders. Aber ein Roboter hat keine solchen Softwares. Er hat keine Gedanken. Und egal was die Wissenschaftler jemals erfinden werden, einen Menschen erschaffen, anhand der Technik, werden sie nie vollständig schaffen. Sie werden scheitern, immer wieder. Ein Mensch kann wahre Gefühle zeigen, ein Roboter kann sie zeigen, doch sie nicht fühlen. Sie werden nie einen echten Herzschlag tragen, nie das Blut in sich rauschen hören, wenn sie sich Muscheln an die Ohren halten. Sie wären eine Kopie des echten, Lebenden, das in jedem steckt. Man kann Metall und Blech nicht zum Leben erwecken.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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