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Kirchgemeinden müssen weiter zittern

An ihrer Sitzung vom 2. Juli wollte der Synodalrat über den neuen Finanzausgleich der Reformierten Kirche des Kantons Zürich entscheiden. Nun hat er das Traktandum zurückgezogen.

Die Kirchgemeinde Kyburg würde zu den grossen Verlierern des neuen Finanzausgleichs gehören.

Archivfoto: Christian Senn

Kirchgemeinden müssen weiter zittern

Ein neuer Verteilschlüssel soll darüber entscheiden, wie viel Geld die Kirchgemeinden ab 2020 aus dem kantonalen Finanzausgleich der Reformierten Kirche erhalten. Bisher mussten die Kirchgemeinden einen Antrag auf eine Ausschüttung einreichen, über das dann individuell entschieden wurde. Der Verteilschlüssel sollte diese Handhabung ablösen (wir berichteten). 

Das sind die Gewinner und die Verlierer des neuen Finanzausgleichs

06.06.2019

Kirchgemeinden fürchten um Existenz

In einem Monat entscheidet die Synode der Reformierten Kirche des Kantons Zürich über einen neuen Beitrag in Merkliste speichern Sollte, denn das Geschäft wurde kurzfristig von der Traktandenliste der Sitzung der Kirchensynode vom 2. Juli gestrichen. Die Mitglieder der vorberatenden Kommission der Synode und des Kirchenrates seien gemeinsam an das Büro der Synode gelangt, um das Geschäft von der Traktandenliste zu nehmen. « Das Geschäft ist zur Zeit noch nicht beratungsfähig. Die Beratungszeit für die Kommission war knapp für eine so komplexe Vorlage », heisst es auf Anfrage. 

Bereits per Januar 2018 trat eine Teilrevision der Finanzverordnung der Reformierten Kirche in Kraft. Der betreffende Abschnitt über den Finanzausgleich hätte an der Sitzung separat beschlossen werden sollen, da er bereits bisher mehr Zeit zur Ausarbeitung verschlang, als zunächst angenommen. 

Eine Einführung des neuen Finanzausgleichs per 2020 ist mit der erneuten Verzögerung definitiv nicht mehr möglich. « Da ein neuer Finanzausgleich nun frühestens für das Jahr 2021 eingeführt werden kann, bleibt nach dem heutigen Marschhalt genügend Zeit », heisst es seitens der Reformierten Kirche. Für den weiteren Fahrplan ist das Büro der Synode zuständig. 

Die Gewinner des neuen Finanzausgleichs wären etwa die Kirchgemeinden Fischenthal, Dürnten, Hittnau, Wetzikon und Rüti, die neu mehr oder überhaupt erstmals Beträge aus dem rund 4,2 Millionen Franken starken Topf erhalten würden. Verlierer wären unter anderem die Kirchgemeinden Kyburg, Wildberg, Bäretswil, Wald und Bauma-Sternenberg. 

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