Ukrainischer Ansturm auf Reeds-Tickets
«Nichts gegen die Ukraine. Aber es dünkt mich doch merkwürdig, dass wir als Schweizer Reggae-Festival dort Billette verkaufen.» Reeds-Veranstalter Manuel Bosshard wundert sich über die zahlreichen Ticketverkäufe in die Ukraine und nach England, wie er am Freitagmorgen im SRF-Konsumentenschutzmagazin «Espresso» ausführt. Die Vermutung liege nahe, dass ein Zwischenhändler sich die Tickets beschafft hat, um sie danach illegal weiterzuverkaufen.
Im Extremfall würden solche Händler auch Kopien von Tickets in Umlauf bringen. Dann würde nur der erste Kunde überhaupt auf das Gelände gelassen, die restlichen hätten das Nachsehen. Gemäss «Espresso» haben sich bereits erste Kunden mit Problem-Tickets gemeldet.
Tatsächlich werden auf der Verkaufsplattform Viagogo Eintrittskarten für das Reeds Festival angeboten – obwohl die Veranstalter sowohl auf ihrer eigenen Website als auch in den Sozialen Netzwerken darauf hinweisen, dass sie Tickets ausschliesslich über ihren offiziellen Verkaufspartner Starticket verkaufen: «Wir können nicht für die Gültigkeit dieser Tickets garantieren. Nehmt sicherheitshalber die Kaufquittung mit.»
Manuel Bosshard rechnet mit einigen Problemen, die am Festivalwochenende vom 19. bis 21. Juli auf ihn zukommen. Aus Sicherheitsgründen könne man nur eine bestimmte Anzahl Reggae-Fans auf das Gelände lassen – und Bosshard rechnet mit einer ausverkauften Veranstaltung.

