«Es herrscht Nachholbedarf bei der Schulsozialarbeit in Pfäffikon.» Seit 2011 wurden keine Anpassungen mehr am Stellenplan vorgenommen, wie Sozialvorstand Lukas Weiss (Grüne) ausführt. «Dies, obwohl die Anzahl der Schüler stetig steigt.» Heute besteht das Team aus drei Mitarbeitenden, die sich 160 Stellenprozente teilen. Bis zum Schuljahr 2024/25 rechnet der Gemeinderat aber mit rund 250 mehr Schulkinder im Vergleich zu 2011. Deshalb hat er 80 Stellenprozente für den Ausbau der Schulsozialarbeit gesprochen. «In den letzten zwei Jahren konnten wir mit befristeten Stellenprozenten wenigstens in der Oberstufe die Präsenz etwas erhöhen, nicht aber im Kindergarten.»
Weniger offensichtliche Probleme
Im Kindergarten würden die Auseinandersetzungen auf einer anderen Ebene stattfinden als in der Schule. «Meist sind die Probleme dadurch weniger offensichtlich», sagt Weiss. Trotzdem funktioniere die Schulsozialarbeit auf Kindergartenstufe nicht anders als in der Schule – wenn auch auf das Alter der Kinder angepasst in spielerischer Art. «Ziel ist, dass die Schulsozialarbeit bei der Früherkennung von Begleitungs-, Beratungs- und Unterstützungsbedarf beteiligt ist und an entsprechenden Massnahmen mitarbeitet.»
«Doch die Urbanisierung macht auch vor Pfäffikon nicht Halt – mit all ihren Phänomenen»
Lukas Weiss, Sozialvorstand
An keine Schulstufe gebunden sei die generelle Präventionsarbeit, die den «klassischen Themen, wie etwa Mobbing» entgegenwirken soll. «Gerade im Bereich Social Media stehen wir vor anderen Herausforderungen als noch vor ein paar Jahren, da das Alter der Nutzer immer weiter sinkt.»

