«Da kommen die charmanten Herren», hiess es von Österreicherinnen schon im Zug im Lande der Höflichkeit. Die 23 Herren der Chorgemeinschaft Landenberg kamen tatsächlich, und zwar – wie immer gut organisiert von Fredi Baumgartner - an das sechste internationale Chortreffen in Kirchberg in Tirol. Vom Donnerstag bis Sonntag letzter Woche trafen sich 32 Chöre aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – Frauenchöre, gemischte Chöre und Männerchöre.
Schon vor zwei Jahren hatten die Sänger aus dem Tösstal entdeckt, dass Singen ein zweckfreier gemeinsamer Nenner zwischen den Gegenden ist. Mutig in der Öffentlichkeit singen, zeigen, was man kann. Und die Chorgemeinschaft Landenberg bewies diesmal ihre ausgefeilte Singtechnik beispielsweise mit Liedern der Comedian Harmonists - Kaktus, Wochenend, Veronika, Freund. Aber auch das klassische «La Montanara» klang in der Originalsprache besser als das «Lied der Berge», das alle Chöre zur Eröffnung sangen.
Von Alp-Jodel bis zu englischem Swing-Sound
Bewiesen in der «Nacht der Chöre» am Freitagabend in der Pfarrkirche Kirchberg oder beim schwungvollen Singen im Ausgang nach dem Abendessen. Die Tiroler Gastlichkeit liess nichts zu wünschen übrig, weder kulinarisch noch von der Unterkunft her.
Der Freitag bescherte uns einen Ausflug in die Berge um Aschau, wo auf dem «Fritznhof» die Chorgemeinschaft Landenberg, ein Wiener Sängerinnen-Terzett (eigentlich aus Kärnten) und ein gemischter Amriswiler Jodelchor um die Wette sangen. So, wie Singen einfach geschieht, schenkten sich diese Chöre abwechselnd Muster aus klassischem Männerchor, Alp-Jodel, Kärntner Volksliedern und augenzwinkerndem englischem Swing-Sound – alles a cappella natürlich.

