Für die grosse Sommerübung wurde ein Wassertransport gewählt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre mit extrem heissen Sommern und langen Trockenperioden scheint es angezeigt, für einen Waldbrand oder die Hilfsversorgung von Nutztieren vorbereitet zu sein. «Am Südhang kann bereits nach zwei Wochen Sonnenschein ein Tautropfen genügen, um einen Brand auszulösen», so Stefan Hochreutener, Stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Zell. «Uns geht es heute nicht um akute Brandereignisse, sondern um die Vorbereitung auf gefährliche Phasen. Es soll die Möglichkeit bestehen im Vorfeld von Schadensereignissen zum Beispiel am Waldrand Wasserdepots anzulegen. Dann kann im Notfall schneller reagiert werden.»
Zuleitungen von 1000 Metern sind nötig
Bei langen Transportwegen für das Wasser kann es durchaus eine halbe Stunde dauern, bis die Zuleitung steht. Während dieser Zeitspanne kann ein Feuer bereits erheblichen Schaden anrichten. Zuleitungen bis 1000 Meter Länge werden an manchen Stelle der Gemeinde nötig. Bei der Übung waren 900 Meter Schlauch auf dem Schlauchwagen eingeplant, die nicht ganz ausreichten. Diese wurden mit weiterem mitgeführten Material ergänzt. Zum Einsatz kammen auch vier Motorpumpen der Feuerwehr sowie eine weitere Pumpe des Zivilschutzes mit einer Leistung von bis zu 2500 Liter Wasser pro Minute.
Reservoirs müssen sauber bleiben
Pünktlich um 19.30 Uhr stand die Feuerwehr Zell für ihren Teil der Übung in Rikon bereit. Nach dem Apell durch Kommandant Roman Siegenthaler und einer Einführung in die Aufgaben des Abends startete man Richtung Reservoir Brüggelwiesen. Mit dabei waren die beiden Gemeindearbeiter und Brunnenmeister Gix Winkler und sein Stellvertreter Lars Buffat, die die Sicherheit des Trinkwasserspeichers verantworteten. Kommt es dort zu Verunreinigungen ist ein erheblicher Aufwand nötig, bevor das Reservoir wieder an das Netz angeschlossen werden kann.

