«Unser Beruf ist schön: Wir lernen spannende Menschen kennen und dürfen manchmal geradezu verrückte Pool-Anlagen bauen», schwärmt Erich Woodtli, Geschäftsführer der Woodtli Schwimmbadtechnik GmbH in Wetzikon. Viel zu tun gebe es auch – und gerade das stelle eine grosse Herausforderung dar: Seine Firma schwimmt in einer kaum zu bewältigenden Flut an Anfragen und Aufträgen.
Was nach einem Luxusproblem klingt, hat laut Woodlti ernsthafte Auswirkungen. Denn immer öfter komme es dadurch mit den Kunden zu emotionalen Gesprächen. «Wir befinden uns sozusagen ständig im Verteidigungsmodus.» Die Folgen seien überlastete Mitarbeiter und ein Geschäftsführer, der sich um die Qualitätssicherung sorge. Die Gründe für diesen Zustand lägen in der Erwartungshaltung der Kunden, in der Schwimmbad-Branche an sich und in der Firmengeschichte.
Mehr Kunden pro Mitarbeiter
Gegründet wurde die Schwimmbadtechnik GmbH vor einem Vierteljahrhundert von Otto Woodtli, dem Vater des heutigen Geschäftsführers. Dieser wurde einst von der Schwimmbad-Zubehör AG entlassen, woraufhin er sich selbstständig machte.
Es war deshalb eine sehr spezielle Geschichte, als im vergangenen Sommer die Schwimmbad-Zubehör AG Konkurs ging und Woodtli sowohl die Mitarbeiter als auch den Kundenstamm der ehemaligen Konkurrentin übernahm (wir berichteten). Nebst den vielen Besitzerwechseln hatte auch mangelndes Know-how zum Niedergang der Wetziker Schwimmbad-Zubehör AG geführt, wie der damalige Geschäftsführer Herbert Hennicken zugab.

