Im Stadthaussaal Effretikon fanden sich am Donnerstagabend interessierte Personen ein, um sich über die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) von Illnau-Effretikon zu informieren. Dass es für die Stadt schwer abzuschätzen war, wie viele Besucher sich dazu einfinden würden, gab Stadtpräsident Ueli Müller (SP) unumwunden zu: « V orsorglich habe ich einen Apéro für rund 150 Personen bestellt. » Er betonte, dass es sich um ein « wichtiges, durchaus komplexes Geschäft » handle. Tatsächlich fanden sich aber nur 40 Interessierte zur Infoveranstaltung ein.
Zeit der Vernehmlassung
Müller erklärte, dass man sich in der Phase der öffentlichen Auflage befinde. Die Bevölkerung könne sich zur vorliegenden BZO-Revision äussern und Anträge eingeben. Diese könnten bis zum 30. August mittels Formular eingereicht werden. Dem nun vorliegenden Entwurf liegt die kommunale Richtplanung zugrunde. In einem ersten Schritt sind acht Quartier-Rundgänge durchgeführt und die zuletzt 1977 angepasste BZO im Nachgang revidiert worden.
Mit der vorliegenden Ortsplanungsrevision will man eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen anstossen, neue bauliche Möglichkeiten vorsehen sowie eine zeitgemässe Entwicklung der Weiler und historischen Ortskerne realisieren. Zentral dabei sei, die BZO von Kyburg und Illnau-Effretikon zusammenzuführen und die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung aufeinander abzustimmen.
Planer Lukas Beck erläuterte, dass die angepasste BZO die Zonenpläne von Effretikon, Illnau und Kyburg berücksichtige. In Effretikon hätten zwei Kernzonen existiert, die Kernzone 1 (historische Ortskerne) sowie die Kernzone 2 (Gebiete in der Umgebung). In Kyburg habe man ebenfalls zwischen zwei Kernzonen differenziert: Die eine um die Burg herum, die andere in der Umgebung. Die Kernzonen 2 von Kyburg und Effretikon seien zusammengeführt worden.

