Die Verbundenheit mit Schlatt ist für Louis Schoch mehrschichtig: Es ist sein Heimat- und Bürgerort. Am 23. Februar 1929 wurde er in Oberschlatt geboren. Seine Eltern führten dort einen Bauernhof und als sein Vater früh verstarb, mussten die Kinder noch mehr Arbeiten übernehmen, als es zu dieser Zeit schon üblich war.
Nach der Primarschule in Schlatt besuchte er die Sekundarschule in Elgg. Wegen der besonderen Struktur der Gemeinde Schlatt, bestehend aus vier Dörfern, gingen die Nussberger nach Rikon in die Oberstufe, die Oberschlatter nach Elgg, die Unterschlatter und Waltensteiner nach Elsau, wo heute alle Oberstufenschüler die Schulbank drücken.
Vom Maschinenschlosser zum Garagenchef
In Winterthur absolvierte Schoch eine Lehre als Maschinenschlosser bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM). Nach einem Jahr arbeitete er bei der FBW, einem damals bedeutenden Schweizer Lastwagen- und Bushersteller. Schliesslich landete der Fachmann in der Automobilwerkstatt der Post (damals noch PTT) in Bern, für die er an verschiedenen Orten der Schweiz an Saisonstellen als Wagenführer und Mechaniker tätig war.
Hier begann seine Karriere: zuerst zwölf Jahre als Garagenchef in Gelterkinden, ab 1978 bis zu seiner Pensionierung mit 62 Jahren war er bei der Generaldirektion Technischer Inspektor. In dieser Funktion hatte er die Aufsicht über den Fahrzeugpark im Sektor Schweiz-Mitte, der von Basel bis ins Tessin reichte und aus 21 Garagen bestand.

