Die Bauvisiere auf und neben dem Hittnauer Werkhof machen deutlich: Langsam aber sicher befindet sich das «Gemeindehaus 2.0» auf der Zielgeraden – zumindest was die Genehmigung des Baukredites angeht. Am 1. September wird die Hittnauer Stimmbevölkerung an der Urne darüber entscheiden, ob der heutige Werkhof aufgestockt werden soll, um neuen Platz für die Gemeindeverwaltung zu schaffen.
Bereits 2011 hatte sich der Gemeinderat für einen Neubau der Gemeindeverwaltung stark gemacht, 2014 wurde der Kredit für den Neubau am Standort des alten Sekundarschulhauses abgelehnt. 2016 wurde mit dem Projekt «Gemeindehaus 2.0» ein Neuanfang initiiert. In öffentlichen Mitwirkungsveranstaltungen wurden vier Varianten zur Deckung des Platzbedarfs der Verwaltung vorgestellt, worauf die Variante «Aufstockung des Werkhofs» von einer klaren Mehrheit als Favorit ernannt wurde. An der Gemeindeversammlung vom September 2017 bewilligte der Souverän den Projektierungskredit über 150’000 Franken für die Planung der Aufstockung.
Gemeinderat und Schulpflege beabsichtigen, das alte Gemeindehaus an die Schulgemeinde zu übertragen, sodass es nach einer Sanierung als Kindertagesstätte genutzt werden kann. Dafür würde dem Souverän erneut eine Kreditvorlage unterbreitet.
Bauvisiere weisen für gewöhnlich darauf hin, dass ein Bauprojekt öffentlich aufliegt. Nicht so beim Gemeindehaus. «Wir wollten der Bevölkerung die Dimensionen des Baus möglichst anschaulich zeigen, damit sie sich ein besseres Bild machen können», sagt Hochbauvorstand Carlo Hächler (FDP). Sollten die Hittnauer im September Ja zum Baukredit sagen, würden die Bauvisiere stehen bleiben, bis es tatsächlich zur öffentlichen Ausschreibung komme.

