Elegant geschützt durch den Sommer
«Man kann sitzen bleiben, auch wenn es windet und regnet.» Für Thomas Scherrer ist der wichtigste Vorzug einer Pergola oder eines Glasdachsystems schnell erklärt. Vor allem die seitlichen Schutzwände seien entscheidend, dass es auch bei etwas unwirtlicheren Bedingungen unter einer Pergola noch gemütlich bleibe.
Thomas Scherrer ist Geschäftsführer der Scherrer+Co Storenbau AG. Neben klassischen Rollläden oder Lamellenstoren bietet die Firma, die bereits seit 1975 in Uster heimisch ist, auch Pergolen oder Glasdachsysteme für die Terrasse oder den Balkon an. Die Vorbauten für den eigenen Garten sind beliebt.
Wohlfühloase im Garten
In der Natur entspannen und die frische Luft geniessen, das möchten viele am liebsten das ganze Jahr über. Am einfachsten geht das zu Hause. Der eigene Garten sollte eine Wohlfühloase sein, ein stressfreier Rückzugsort – und das möglichst über die wärmsten Sommermonate hinaus.
Doch wenn dunkle Wolken am Horizont aufziehen, ist es mit der idyllischen Ruhe schneller vorbei als einem lieb ist. Dann heisst es Geschirr reintragen und Kissen verstauen. Mit einer Pergola oder einem Glasdachsystem gehören solche Szenarien der Vergangenheit an.
Den Sommer verlängern
Obwohl die beiden Systeme auf den ersten Blick recht ähnlich sind, seien dennoch einige Unterschiede zu berücksichtigen, erklärt Thomas Scherrer. «Eine Stoffpergola empfehle ich, wenn jemand im Sommer und auch noch im Herbst draussen in der Lounge sitzen möchte.» Sie sei vor allem ein Sonnenschutz und könne den Sommer verlängern. Bei allzu starkem Wind sollten die Stoffstoren jedoch eingezogen werden – das kann auch automatisch mit einem Windsensor geschehen.
Glasdachsysteme bieten zwar eine grössere Angriffsfläche für den Wind, da die Glaselemente nicht einfach eingezogen werden können. Das Verbundsicherheitsglas und die Stützen sorgen jedoch dafür, dass die Anlage sehr robust ist und insgesamt stärkeren Windgeschwindigkeiten standhalten kann als eine Stoffpergola. So bietet sie einen Allwetterschutz.
Der entscheidende Vorteil eines Glasvorbaus ist jedoch nicht die zusätzliche Windresistenz, sondern dass Gartenmöbel oder Grill problemlos während des ganzen Jahres einen geschützten Unterstand erhalten. Der mühsame Transport der Möbel in die Garage wird obsolet. Zu beachten gilt es, dass weder Stoffpergola noch Glasdachsystem die Funktion eines Wintergartens übernehmen können. Beide Varianten dienen in erster Linie als Sonnen- und Witterungsschutz und können nicht beheizt werden.
Helle Unifarben im Trend
Besonders im Trend sind gemäss Thomas Scherrer derzeit die sogenannten Pavillons. Die würfelförmigen und eleganten Pergolen stehen frei und passen zur modernen Bauform vieler Häuser. Auch sie können mit seitlichen Glas- oder mit Stoffelementen ergänzt werden, womit sie auch an exponierten Lagen zu einer windgeschützten Oase im Freien werden.
Auch bei Stoffstoren seien Trends erkennbar – vor allem farblich. Schon länger sind helle Unifarben beliebt. Sie wirken chic und verleihen dem eigenen Garten eine luxuriöse Note. Die klassischen gestreiften Storen seien aus der Mode gekommen, so Thomas Scherrer.
Für ihn ist klar, dass letztlich die individuellen Bedürfnisse entscheidend sind, ob eine Pergola oder ein Glasdachsystem die optimale Lösung für die eigene Terrasse oder den Balkon ist. «Entgegen der Annahme vieler, dass Glas teurer ist, ist der finanzielle Aufwand tatsächlich für beide Varianten etwa gleich», erklärt Scherrer. Damit dürfte neben den eigenen ästhetischen Ansprüchen vor allem die Frage nach dem Sonnen- oder Wetterschutz eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen Anlage spielen.
