Greifenseer Gemeinderat will Sportstätte erhalten
Die Gemeinde Greifensee ist mit der Nähe zu Zürich und dem guten ÖV Anschluss gemäss Raumordnungskonzept des Kantons Zürich dem Entwicklungsraum zugeschrieben. Dieser Raum soll bis 2050 rund 80 Prozent des prognostizierten Bevölkerungswachstums im Kanton aufnehmen. Daher hat Greifensee zusammen mit den Gemeinden Volketswil, Uster und Schwerzenbach eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet und im Jahr 2013 einen «Masterplan 2050» erarbeitet. Der Masterplan zeigt eine mögliche Entwicklung der Region bis ins Jahr 2050 auf.
Als Basis des «Masterplan 2050» diente die Vision «Doppelstadt am Greifensee» bestehend aus der Stadt Uster sowie dem Raum Greifensee, Schwerzenbach und Volketswil, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Dazwischen liegt ein Freiraum, welcher mit zunehmendem Bevölkerungswachstum an Bedeutung für die Erholung gewinnt. Im Rahmen der Planung werden Verdichtung nach innen, Kapazitätserweiterungen mittels Einzonungen, Erhalt und Aufwertung der Grünräume sowie die Verkehrserschliessung gezielt beurteilt.
Verdichtetes Bauen statt Sportstätte?
Der Masterplan sieht im Bereich der Tennisplätze, des Fussballclubs und des Milandias eine Möglichkeit vor, die Sportstätten aufzuheben, das Areal einzuzonen und anschliessend mit mittlerer Dichte zu überbauen. «Der Gemeinderat hat sich intensiv mit der baulichen Entwicklung im entsprechenden Raum auseinandergesetzt und für das Areal eine Vision erarbeitet, welche den Erhalt des Objekts als Sport- und Naherholungsgebiet vorsieht», schreibt die Behörde weiter.
Der Gemeinderat Greifensee nennt verschiedene Gründe, die gegen verdichtetes Bauen im entsprechende Raum sprechen würden. So sei das Areal verkehrstechnisch schlecht erschlossen. Auch habe es für die lokalen Sportvereine einen hohen Stellenwert und fördere die Jugend- und Freizeitnutzung.
Mit dem prognostizierten Bevölkerungswachstum im oberen Glattal werde der Druck auf die Grün- und Naherholungsgebiete zudem stetig steigen. «Die Gemeinde Greifensee möchte in diesem Bereich ihren Beitrag für alle Naherholungssuchenden leisten und mit dem Milandia der Region ein attraktives Sport- und Freizeitareal langfristig erhalten.»
Daher habe der Gemeinderat beschlossen, eine Auflösung der Sportinfrastruktur mit anschliessender baulicher Entwicklung des Gebiets Milandia Süd derzeit nicht weiter zu verfolgen, hält der Gemeinderat abschliessend fest.

