Für die beiden Vollblutmusiker ist es ein Heimspiel: das Blues’n’Jazz in Raperswil-Jona. Nur wenige Kilometer entfernt, in Meilen, lebt der weltweit gefragte Bassist Heiri Känzig. In Meilen ist auch Anna Känzig aufgewachsen, heute lebt sie in Zürich. Onkel und Nichte werden zusammen am 16. Juni den Kapuzinerzipfel bespielen.
Es ist eigentlich erstaunlich: Känzig & Känzig ist das erste Projekt, das sie als Onkel und Nichte machen?
Heiri Känzig: Das erste Konzert war im Quartett im Herbst letztes Jahr.
Anna Känzig: Begonnen hatten wir zu zweit aufgrund einer Anfrage für einen privaten Anlass. Das war die Initialzündung, um weiterzumachen.
Sie sind zuvor nie auf die Idee gekommen, etwas zusammen zu machen?
Anna Känzig: Erstaunlicherweise nicht. Es brauchte tatsächlich diesen Impuls von aussen.
Oft sagen Musiker, sie seien umso nervöser, wenn Freunde oder Verwandte bei Konzerten zuhören. Wie ist das bei ihnen?
Heiri Känzig: Ich spiele selten vor Freunden, weil ich meistens im Ausland unterwegs bin. Aber wenn Freunde da sind, bin ich keinesfalls nervös – ich freue mich, wenn sie an meine Konzerte kommen. Ich bin aber generell nicht nervös, es ist eher eine gesunde Anspannung.
Anna Känzig: Ich habe es auch sehr gerne, wenn Familie oder Freunde da sind. Es gibt mir eine Ruhe. Deshalb ist es cool, mit Heiri auf der Bühne zu stehen. Auch er gibt mir diese Ruhe. Ich habe vor Konzerten sehr starkes Lampenfieber.
Sie schreiben nun als Känzig&Känzig auch Songs. Was bedeutet, dass es kein Projekt ist und weiter geht…
Anna Känzig: Ja, auf jeden Fall. Heiris Songwriting ist zuweilen sehr poppig, es gefällt mir sehr gut.

