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Politik

Pfäffiker Verwaltungsorganisation auf dem Prüfstand

Obwohl die Gemeinde Pfäffikon schon seit Jahren mit der «Wirkungsorientierten Verwaltungsführung» arbeitet, muss das Führungsinstrument nun vom Souverän offiziell erlassen werden. Am Montag wird die Gemeindeversammlung entscheiden, ob für der Gemeinderat ab dem neuen Jahr darum mehr Arbeit anfällt.

Kritiker bezeichnen sie gerne als Papiertiger und wenig aussagekräftig: die Wirkungsorientierte Verwaltungsführung (WoV). Doch die Gemeinde Pfäffikon setzt seit 2006 in allen Verwaltungsabteilungen mit Ausnahme der Schule auf diese Haushaltführung mit ihren Leistungsaufträgen und Globalbudgets. Aufgrund der Entscheide von Gemeindeversammlung und Gemeinderat macht Letzterer Vorschläge, wie hoch die Kosten anfallen, um die beschlossenen Dienstleistungen zu erbringen. Wichtige Aufgaben, welche die Gemeinde erfüllen muss, sind dabei durch übergeordnetes Recht definiert, was sich einerseits in den Ausgaben niederschlägt und andererseits den Entscheidungsspielraum der Gemeinde einschränkt. So entstehen die Leistungsaufträge und Globalbudgets. 

In Pfäffikon startete der Gemeinderat bereits 1999 erste Versuche mit WoV und dehnte die Globalbudgets Schritt für Schritt auf weitere Geschäftsbereiche aus. «Das Bewusstsein für Kosten, Leistungen und Wirkungen hat sich auf allen Stufen wesentlich erhöht», heisst es in der Weisung der Gemeindeversammlung vom nächsten Montag. Und obwohl sich die WoV in den Augen des Gemeinderates in den letzten Jahren bewährt hat, muss sie nun vom Souverän abgesegnet werden, denn das neue kantonale Gemeindegesetz verlangt, dass die diese Art der Haushaltführung in einem Gemeindeerlass geregelt ist. 

Im Jahresbudget aufgeschlüsselt

Die Vorteile an der WoV sieht der Gemeinderat unter anderem in den «kürzeren, effizienteren und dadurch günstigeren» Abläufen. «Das Hauptargument für die WoV ist aber die Transparenz, die sie der Bevölkerung bietet», sagt Hanspeter Thoma, Pfäffiker Gemeindeschreiber. Denn die Leistungsaufträge und Globalbudgets werden jeweils in den Jahresbudgets aufgeschlüsselt präsentiert. «So kann sich jeder ein Bild verschaffen, welche Gelder wo eingesetzt und welche Dienstleistungen dafür erbracht werden. Würde man die WoV abschaffen, würden auch diese Informationen wegfallen.» 

«Der Gemeinderat könnte die zusätzliche Arbeit zwar stemmen, aber das Amt wird damit nicht attraktiver.»

Hanspeter Thoma, Pfäffiker Gemeindeschreiber

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