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Politik

«Mir war klar, dass mich nun viele angreifen»

Fast zwanzig Jahre lang politisierte die Ustermerin Claudia Wyssen für die SP auf Gemeinde- und Kantonsebene. Nun bricht sie mit ihrer Partei – und tritt zusammen mit ihrem Partner und Nationalrat Daniel Frei zu den Grünliberalen über. Im Interview sagt sie, warum.

Frau Wyssen, wieso wechseln Sie von der SP zu den Grünliberalen?

Ich war immer schon sozialliberal eingestellt, auch in meinen zwölf Jahren als Ustermer SP-Gemeinderätin. Heute ist mein Eindruck aber, dass sich die SP immer mehr nach links verschiebt und ideologischer wird. Zum Beispiel kann ich nicht nachvollziehen, wie man die Abschaffung des Kapitalismus ernsthaft fordern kann. Meine sozialliberalen Positionen sind innerhalb der Partei aber nicht ansatzweise mehrheitsfähig.

Bezieht sich Ihre Kritik auch auf die Ustermer SP?

Die Landparteien sind sicher weniger stark ideologisch ausgerichtet als die Stadtzürcher SP. Aber auch in der SP Uster politisierte ich am rechten Rand.

«Es war ein langer Prozess, bis ich diese Entscheidung treffen konnte.»

Claudia Wyssen, Ustermer Kantonsrätin

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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