Unerwünschte Berührungen, aufdringliche Kommentare – laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Amnesty International Schweiz haben über die Hälfte aller Frauen schon sexuelle Belästigung erfahren. 22 Prozent berichten gar von Geschlechtsverkehr gegen den eigenen Willen.
«Nur was ich schätze, kann ich schützen!» So lautet der Leitgedanke des sexualpädagogische Präventionsprojekt «MFM-Projekt». Die Idee stammt ursprünglich aus Deutschland und steht für «Mädchen-Frauen-Meine Tage» oder «Mission-For-Men». Mit Begriffen wie «Östrogenfreundinnen» und Spermien als «Geheimagenten» lernen damit nicht nur Schülerinnen sondern auch Schüler der Mittelstufe bereits in vielen Schweizer Gemeinden in den Workshops auf spielerische Weise den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit, Sexualität und Fruchtbarkeit.
«Das ausführliche Besprechen der Menstruation bereitet die Mädchen auf ihre monatliche Blutung vor, schenkt Vertrauen und weckt Stolz.»
MFM-Projektpräsentation
Das Präventionsprojekt basiert auf der Überlegung, über den eigenen Körper Bescheid zu wissen und ihn zu schätzen. «Dies hat einen grossen Einfluss auf das Selbstwertgefühl der Kinder und ihre Selbstbejahung als Mann sowie als Frau», sagt Dominique Dubs, Leiter der Pfäffiker Schulverwaltung. Darum hat die Schulpflege die Durchführung von MFM-Projekten in den 5. Primarklassen an der Schule Pfäffikon bewilligt.
In Rolle der Hormone schlüpfen

