Seit Mittwoch steht die Gemeindeverwaltung still – könnte man als ahnungsloser Bürger denken. Die Ämter sind geschlossen und ans Telefon geht auch kaum einer. Doch der Schein trügt. Tatsächlich geht es auf der Verwaltung zu und her wie in einem Ameisenhaufen. Nach 15 Monaten Exil im Werkhof ist die herbeigesehnte retour-Zügelte ins neue alte Gemeindehaus in vollem Gang.
Am Donnerstagmorgen begutachten Roberto Fröhlich, Gemeindeschreiber, und der Ressortvorsteher Finanzen, Flavio Carraro, das Treiben im frisch renovierten Gebäude, während die Zügelmänner das Mobiliar wieder an seinen alten Platz fugen. «Wie finsch?» fragt Flavio Carraro. «Bellissimo», ruft Roberto Fröhlich. Beide lachen. Flavio Carraro sieht die heiligen Hallen von Bauma zum ersten Mal in neuem Kleid. Andächtig schlendert er mit dem Gemeindeschreiber von Raum zu Raum, zwischen den umherwimmelnden Packern hindurch.
«Diesen Tresor hier rauf zu bringen, war ein rechtes Unterfangen.»
Roberto Fröhlich, Gemeindeschreiber und Zügelverantwortlicher
«So schön hell ist es», sagt er, «ah, und da ist ja mein Tresor.» Die Herren stehen in der Finanzabteilung, zweiter Stock. Nebenan ist die Abteilung Gesellschaft und Soziales, dazwischen das Sitzungszimmer «Windegg». «Diesen Tresor hier rauf zu bringen, war ein rechtes Unterfangen», erzählt Roberto Fröhlich. Er ist für den ganzen Umzug verantwortlich. Dabei geht es um weit mehr, als ein paar Kisten Ordner und Büromöbel zu transportieren. Auch die ganze Technik, das Gemeindearchiv und das Chronikarchiv zogen letztes Jahr mit in den Werkhof.
Komplexe Angelegenheit, dieses Zügeln

