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Politik

Oberländer prägen neuen SRF-Spielfilm

Der neue SRF-Film «Im Dunkeln» entsteht durch rege «Oberländer»-Beteiligung. Regisseur Marcel Gisler und Szenenbildnerin Susanne Jauch wohnen im Aathal, Hauptdarstellerin Anna Schinz ist in Bubikon aufgewachsen. Gedreht wurde diese Woche auch zwei Tage lang im Schönau-Areal.

Ein grosser Kran steht auf dem Vorplatz des alten Fabrikgebäudes in der Wetziker Schönau. An dessen Haken hängt ein starker Scheinwerfer, der ein Fenster ausleuchtet. Das Licht wird im Innern des Gebäudes benötigt, wo eine Filmcrew gerade Szenen für den neuen SRF-Film «Im Dunkeln» (s. Box) dreht. Das Architekturbüro, das hier eigentlich beheimatet ist, musste temporär weichen, die Crew hat den Raum in Beschlag genommen.

Es herrscht ein emsiges Treiben, auf engem Raum bewegen sich rund ein Dutzend Personen, die entweder für das Licht, die Kamera oder die Maske der Schauspieler zuständig sind. Bis alles seinen Platz hat und der Ausruf «Ruhe bitte! Wir sind parat zum Drehen. Ton ab!» ertönt, dauert es. Und dann, kaum läuft die Kamera, merkt jemand, dass die Uhr an der Wand nicht die richtige Uhrzeit anzeigt. Abbruch. Die Szene wird wiederholt. Regisseur Marcel Gisler sagt seelenruhig: «Wir müssen es nochmal machen». Er ist ein ruhender Pol inmitten der umtriebigen Crew.

Jedes Detail zählt

Bewegt man sich auf einem Filmset, wird einem erst bewusst, wie arbeitsintensiv so ein Dreh ist. Jede Szene erfordert mehrere Takes und höchste Konzentration von allen Beteiligten. «Verdammter Sch...», entfährt es Hauptdarstellerin Schinz, als eine Szene wegen ihr wiederholt werden muss. Sie hat vergessen die Lampe an ihrem Schreibtisch einzuschalten. Ein kleines Detail nur, aber auch das muss stimmen.

Dass überhaupt in Wetzikon gedreht wird, ist dem Zufall zu verdanken. Und der Szenenbildnerin Susanne Jauch. Sie, die vergangenes Jahr an den Solothurner Filmtagen für ihre Arbeit einen Ehrenpreis gewann, wohnt im Aathal und war für den Film auf der Suche nach Möbeln aus den 1970er-Jahren. So erzählt es Produzentin Anita Wasser von Turnus Film. Dabei suchte sie auch in der Schönau und fand die für den Dreh geeigneten Büros im zweiten Stock des alten Fabrikgebäudes. « In der Schweiz bleiben ältere Gebäude und Raumstrukturen nicht lange erhalten. Es wird oft umgehend renoviert », fügt Wasser noch an. Was es sehr schwierig mache, einen Film im 1970er-Jahre-Stil zu drehen.

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