«Der Satz im Inserat ist ungeschickt platziert»
Das Preisgeld über 8000 Franken für den Sieger des vierten Pferderennens vom Ostermontag auf der Barmatt in Fehraltorf wurde von SVP Parlamentariern zu Verfügung gestellt. Das steht im Programm der diesjährigen Osterrennen.
Eigentlich nichts Besonderes – wenn das SVP-Inserat auf der unteren Seitenhälfte nicht wäre. Dort ruft die Partei zu Spenden auf, um das Inserat zu unterstützen.
Irritierend, findet Leser K. Altorfer. «Unglaublich auch vom Verein, eine Partei – egal welche – in das Programm aufzunehmen mit einem Aufruf zur Wahl der inserierenden Partei», schreibt er auf «Züriost».
Keine andere Partei interessiert
Gemäss Claudia Spitz, Medienverantwortliche der Osterrennen Fehraltorf, habe jede Partei oder Organisation die Möglichkeit, ein Rennen zu sponsern. Als Folge daraus hat jeder Sponsor ein Inserat zu Gute – so auch die SVP. Das sei jedoch nicht das erste Mal. «Die SVP sponsert und inseriert seit vielen Jahren bei uns», so Spitz.
Diese Aussage bestätigt Alt-Nationalrat Max Binder (SVP). Er ist seit über 50 Jahren Mitglied des Reitvereins vom Kemptthal und als einer der Parlamentarier, die das Preisgeld für das vierte Rennen zur Verfügung stellten, auch Organisator des gemeinsamen Sponsorings.
«Wir unterstützen das Osterrennen in Fehraltorf seit vielen Jahren und hatten noch nie Probleme.»
Max Binder, Alt-Nationalrat SVP
Es sei ihm klar, dass der Spendenaufruf im veröffentlichten Inserat nicht glücklich sei. «Ich gebe zu, der Satz ist ungeschickt platziert. Er wird im neuen Inserat ab dem nächsten Jahr nicht mehr erscheinen.» Trotzdem könne er nicht ganz nachvollziehen, weshalb das Thema so hohe Wellen schlage. «Wir unterstützen das Osterrennen in Fehraltorf seit vielen Jahren und hatten noch nie Probleme. »
Dass die SVP die einzige Partei ist, die an den Osterrennen als Sponsor auftritt, sei Zufall. «Es haben sich keine anderen Parteien für ein Sponsoring interessiert.» Binder betont zudem, dass das zur Verfügung gestellte Preisgeld von 8000 Franken sei ja nicht aus der Parteikasse bezahlt, sondern von den unterstützenden Parlamentariern zu 100% privat zur Verfügung gestellt worden. Claudia Spitz fügt an: «Dabei handelt es sich um eine Gruppe regionaler Politiker, die grosse Freude am Pferdesport haben und diesen aus dem eigenen Sack unterstützen.»

