Knapp 5 Millionen für Sanierung
Im nächsten Jahr sollen einmal mehr neue Schulklassen in den temporären Schulraum Sandgrueb in Pfäffikon ziehen. Dieses Mal trifft es die Sekundarschüler aus dem Südtrakt des Schulhauses Mettlen, die Bauarbeiten ausweichen müssen. Das Bauprojekt soll knapp 5 Millionen Franken kosten. Die Gemeindeversammlung wird es im Juni vorberaten, sodass im September an der Urne über den Baukredit entschieden werden kann.
Grössere Klassenzimmer
«Wir sind fortlaufend daran, das Schulraumkonzept aus dem Jahr 2011 zu überarbeiten und zu aktualisieren», sagt André Böhlen, Leiter der Pfäffiker Liegenschaftenverwaltung. Die aktuellen Schülerzahlen, die jeweils auf den neuesten Untersuchungen über die Bevölkerungsentwicklung im Kanton Zürich basieren, sind dafür die wichtigste Grundlage. «Bis vor kurzem konnte noch davon ausgegangen werden, dass der Anstieg der Schülerzahlen bis 2024 anhält und dann abflacht», sagt Böhlen. Nun rechnet der Kanton jedoch mit einem Anstieg bis 2034.
Bereits realisiert wurden die Schulraumerweiterung Mettlen, der temporäre Schulraum Sandgrueb, die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Klassentrakts der Primarschule Steinacker und des Kindergartens Mettlen. Diesen Sommer werden zudem die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Klassentrakts Pfaffberg abgeschlossen.
Als nächster Schritt stehen nun Arbeiten am Südtrakt des Sekundarschulhauses Mettlen an. Die Gemeindeversammlung hatte im letzten Sommer einen Projektierungskredit in der Höhe von 310’000 Franken bewilligt. Nun liegt das Projekt vor.
«Das Schulhaus ist nach aktuellen Erkenntnissen auf grössere Klassenzimmer angewiesen», sagt André Böhlen. Darum sollen die Trennwände zwischen den bestehenden Klassenzimmern abgebrochen und zugunsten grösserer Räume versetzt werden. Der Trakt besteht zum einen aus dem im Jahr 1950 erbauten Hauptgebäude. Dessen Fassade genügt den heutigen energetischen Anforderungen teilweise nicht mehr und muss aufgedämmt, sowie die Fenster ersetzt werden. Der Erweiterungsbau aus dem Jahr 1985 hingegen soll lediglich neu gestrichen werden.
Neue Sicherheitsauflagen
Der Innenausbau der Klassenzimmer des Haupttraktes entspricht grösstenteils noch dem Originalzustand. «Der Ersatz erfolgt mit robusten und wirtschaftlichen Materialien wie etwa Linoleumböden oder Akustikdecken aus Holzwollplatten», so Böhlen. Die bereits zu einem früheren Zeitpunkt komplett erneuerten Toilettenanlagen bleiben bestehen und im Untergeschoss wird ein behindertengerechtes WC realisiert, welches den heutigen Normen des Gleichstellungsgesetzes entspricht.
«Durch die Umorganisation der Klassenzimmer müssen zudem viele Waschtische versetzt und darum diverse Leitungen neu geführt werden», sagt Böhlen. Die Lichtinstallationen werden ausser in den WC-Anlagen, im Lehrerzimmer und in der Hauswartwohnung komplett saniert und dem heutigen Stand der Technik angepasst.
Um die heute geltenden gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, müssen zudem zahlreiche Massnahmen in den Bereichen Sicherheit und Akustik umgesetzt werden: eine neue Beschallungsanlage im gesamten Schulhaus, neue Klassenzimmertüren im Altbau, zwei neue Brandschutztore im Untergeschoss, ein neuer Ausgang als Fluchtweg im Untergeschoss, Anpassungen der bestehenden Treppengeländer, raumakustische Massnahmen an den Decken und der Ersatz sämtlicher Schmutz- und Regenwasserleitungen. «Ausserdem sind diverse bauliche Massnahmen an den bestehenden Gebäuden unerlässlich, damit die Erdbebensicherheit erreicht wird», so Böhlen.
Im Sommer 2021 bezugsbereit
Die Kosten für den Umbau und die Sanierung des Südtraktes belaufen sich auf 4,89 Millionen Franken. Daraus ergeben sich durch die Abschreibungen jährliche Folgekosten von rund 334’000 Franken. Noch nicht darin enthalten sind Mittel für neues Schulmobiliar. «Jetzt geht es erst einmal um die bauliche Substanz», sagt André Böhlen. «Die Kosten für Mobiliar werden dann als Posten im Jahresbudget der Schule aufgenommen.»
Sagen die Pfäffiker im September an der Urnenabstimmung Ja zum Kredit, könnten die Bauarbeiten im Frühling 2020 starten und der sanierte Klassentrakt wäre im Sommer 2021 bezugsbereit.
