Politik

Grüne wünschen sich Sammelstelle für Kunststoff

Um Kehricht und Kunststoffabfall noch besser zu trennen, fordern die Grünen eine neue, separate Sammelstelle. Als Vorbild könnte Lindau dienen.

Grüne wünschen sich Sammelstelle für Kunststoff

«Seit ich den Kunststoff vom sonstigen Abfall trenne, hält mein Müllsack doppelt so lang. Eine Sammelstelle könnte einiges bewirken», ist sich der Illnau-Effretiker Gemeinderat Urs Gut (Grüne) sicher. Deshalb hat er kürzlich ein Postulat eingereicht. Dieses verlangt vom Stadtrat, zu prüfen, ob es möglich ist, bei der Sammelstelle Illnau-Effretikon eine Annahmestelle für Haushaltskunststoffe zu schaffen.

Im Gegensatz zu Grafstal oder Lindau würde eine solche auf Illnau-Effretiker Stadtgebiet nämlich fehlen. «Wer in unserer Gemeinde Kunststoff sammeln möchte, muss diesen in die Nachbarsgemeinden oder an einen anderen Ort bringen. Das entspricht keineswegs dem Gedanken und Nutzen des Recyclings.»

Mit dem stetig zunehmenden Verbrauch von Kunststoffen nimmt auch dessen prozentualer Anteil im Haushaltskehricht zu. Gleichzeitig steige das Bewusstsein, dass mit den Ressourcen sorgsam umzugehen ist. «Das führt dazu, dass das Bedürfnis nach der Möglichkeit, Kunststoffe separat zu sammeln und wiederzuverwerten, steigt», begründen die Grünen ihren Vorstoss.

«Kostet die Stadt nichts»

Als erster Schritt könnten gemäss Urs Gut zum Beispiel Gitterboxen aufgestellt werden, in welche die Kunststoffabfälle hinweingeworfen werden können. «Das kostet die Stadt nichts ausser guten Willen», so der Gemeinderat. Es sei ihm klar, dass nur ein gewisser Teil des Kunststoffes rezyklierbar ist. «Beginnt man aber nicht irgendwo, wird sich nichts an der Situation ändern.» Der Grosse Gemeinderat Illnau-Effretikon behandelt das Geschäft rund um die Kunststoff-Sammelstellein seiner Sitzung heute Abend .

 

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