Hittnau, anno 1947. Die Textima AG, eine Herstellerin von Papierschnüren und Papiergarn, ist die grösste Arbeitgeberin der Gemeinde. Das Angebot an geeigneten Arbeitskräften in Hittnau und den umliegenden Gemeinden ist jedoch beschränkt, das Dorf selber zählt nur knapp 1500 Personen. Also wirbt die Firma Gastarbeiterinnen aus Italien an, später dann auch aus Griechenland.
Fast zeitgleich endet dort der Bürgerkrieg, worauf ein totalitäres Regime an die Macht kommt. Das Resultat: ein im Untergrund agierender Nebenstaat - auch unter Parakratos bekannt. Die ländliche Bevölkerung hatte kaum Arbeit, viele lebten in Armut . Zahlreiche Griechen kehren ihrer Heimat den Rücken .
So entscheidet sich 1959 auch Kyriaki Londis – sie nennt sich Kiki -, ihre Heimat in Nordgriechenland zu verlassen und in der Schweiz ein neues Leben zu beginnen. Während einem Jahr ist die damals 23-jährige als Kindermädchen in einer amerikanischen Familie tätig, bevor sie von einer Freundin auf die Textima AG in Hittnau aufmerksam gemacht wird. «Ich wollte unbedingt richtig arbeiten.» Also habe sie die Chance ergriffen und war drei Jahre vor Ort tätig.
Nun ist alles anders

