Politik

Ein handgemachter Brunnen für das Schwingfest in Fehraltorf

Die Schwingsportler kommen nach Fehraltorf: Am Sonntag, 12. Mai, findet das 109. Zürcher Kantonal-Schwingfest in Fehraltorf statt. Mit von der Partie sind auch Harry Jerger und Beat Knöpfel. Sie fertigen aus einem 1,2-Tonnen-Stamm einen Brunnen für das kantonale Schwingfest an.

Ein handgemachter Brunnen für das Schwingfest in Fehraltorf

Er ist 1,2 Tonnen schwer, 5 Meter lang, knapp 0,7 Meter breit und wird am 12. Mai als Brunnen am 109. Zürcher Kantonal-Schwingfest in Fehraltorf stehen: der massive Baumstamm, der momentan vor der Werkstatt des Glasers und Schreiners Harry Jerger in Fehraltorf liegt. «Ein grosser Brocken», sagt Harry Jerger.

Es ist nicht der erste Stamm, den er und sein Kollege Beat Knöpfel zum Brunnen verwandeln: «Wir fertigten letztes Jahr für das Bachtel-Schwinget einen kleineren Brunnen an. Dann kamen die Organisatoren des Zürcher Kantonal-Schwingfest auf uns zu und fragten an, ob wir nicht auch einen für Fehraltorf stellen können», erzählt Jerger. Für ihn und Knöpfel sei sofort klar gewesen, dass sie diese freiwillige Arbeit in Angriff nehmen. «Das ist eine Ehrensache», sind sich die beiden einig. Das Schwingfest bedeute für sie beide ein Stück Heimat. «Wir freuen uns extrem darauf, einen Beitrag für diesen Grossanlass zu leisten.»

Ein regionaler Baum

Bevor aber überhaupt mit der Arbeit begonnen werden konnte, musste ein passender Baum gefunden werden. «Das war der schwierigste Part des ganzen Projekts», sagt Beat Knöpfel mit einem Schmunzeln. Es sei ihnen wichtig gewesen, dass der Baum für den Brunnen aus einem Wald in der Region kommt. «Wir haben mit diversen Förstern Kontakt aufgenommen und ihnen die Eckdaten für den passenden Baum durchgegeben.» Dieser durfte nicht zu  kurz sein und musste einen Mindestradius von 35 Zentimetern haben.

Markus Widmer, Förster der Gemeinden Fehraltorf/Russikon, wurde dann vor vier Wochen in einem Wald in Madetswil fündig. «Der Baumstamm kam letzten Samstag zu uns. Als erstes wird er jetzt mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt», erzählt Harry Jerger. So werde die Rinde entfernt, ohne das Holz zu beschädigen. Danach wird der Stamm ausgehöhlt, dann folgen die Feinarbeiten. Sorgfalt sei das A und O, sagt Beat Knöpfel. «Nur ein falscher Schnitt kann das  ganze Projekt zerstören.» 

Grillen während der Arbeit

Die beiden Handwerker haben vor, nach Feierabend und am Wochenende am Brunnen zu arbeiten. Langweilig werde ihnen sicher nicht. «Als wir den Brunnen für das Bachtel-Schwinget anfertigten, stellten wir zwei Festbänke und einen Grill vor der Werkstatt auf. Freunde und Familien besuchten uns – es herrschte eine super Atmosphäre. Wir hoffen, dass das dieses Mal ähnlich sein wird», sagt Harry Jerger. 

Nebst der Arbeit am Brunnen leisten Harry Jerger und Beat  Knöpfel auch sonstige Freiwilligenarbeit für das kantonale Schwingfest in Fehraltorf. Jerger beispielsweise hilft bei den Aufbauarbeiten. «Es macht mir grossen Spass mitzuhelfen. Ohne ehrenamtliche Hilfe würde ein solcher Traditionsanlass verloren gehen.» 

Anmeldungen stagnieren 
Auch Wilfried Ott, OK-Präsident des kantonalen Schwingfests in Fehraltorf, betont die Wichtigkeit der freiwilligen Helfer. «Ohne sie könnte der Anlass niemals durchgeführt werden.» Als der Helferaufruf startete, sei das Interesse sehr gross gewesen. «Momentan stagnieren die Anmeldungen ein wenig. Ich bin jedoch optimistisch, dass wir bis zum Festbeginn alle offenen Stunden besetzen können.» Anmelden kann man sich auf der Homepage des 109. Zürcher Kantonal-Schwingfests.

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